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Rundschreiben Dezember 2011
(13.12.2011)
"Richard Wagner liebte sein Asyl, wie er sein neues Heim in der Enge bei Zürich nannte. Mit Schmerz und Trauer hat er es verlassen, - freiwillig verlassen! Warum? Müßige Frage! Wir haben aus dieser Zeit das Werk "Tristan und Isolde"! Der Rest ist Schweigen und Sichneigen in Ehrfurcht"
Buch Richard Wagner in Selbstzeugnissen
und im Urteil der Zeitgenossen Manesse Verlag
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Mitglieder im Richard-Wagner-Verband,
auch 2012 wird es mit großzügiger Unterstützung durch unseren Richard-Wagner-Verband und der ‘Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung‘ wieder eine Wagner-Oper geben: Die Premiere von "Tristan und Isolde", diesem unbegreiflichen Musiktheater, mit dem Richard Wagner die musikalische Moderne einläutete, findet am Samstag 31. März 2012 statt. Wünschen wir uns eine hörens- und sehenswerte Produktion!
Dem Mainfranken Theater hatten wir angeboten, wieder einen Einführungsvortrag mit Detlev Eisinger zu übernehmen, diesem exzellenten Wagner-Experten, den wir schon bei der Einstimmung zu "Parsifal" erleben konnten. Bedauerlicherweise konnte kein Termin gefunden werden für diese geplante Matinee. Erfreulicherweise in Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Institut setzte sich unser Beiratsmitglied Prof. Dr. Ulrich Konrad ein, sodass wir am Mittwoch, den 28.03.2012 um 19.30 Uhr Detlev Eisinger im Toscana Saal der Würzburger Residenz hören können.
Rückblick Bayreuther Festspiele
Gerne zitieren wir den Journalisten vom Nordbayerischen Kurier Gert-Dieter Meier vom 27./28.08.2011: "Wie sind nun diese 100. Festspiele insgesamt zu bewerten? Der sehr verkopft inszenierte "Tannhäuser" taugt der Masse des Publikums nicht als leicht zu konsumierendes Genussmittel. Die Inszenierung ist nichts fürs Herz, sondern für den Intellekt. Aber sie deshalb gleich entsorgen (wie von Nike Wagner gefordert) niemals! Mal sehen, was sie nach dem Werkstattcheck zu bieten hat. "Parsifal" und "Lohengrin" geraten den Festspielen allemal zur Ehre, die "Meistersinger" sind, wie ich finde, viel besser als ihr (Buh-) Ruf. Und der "Tristan"? Man hätte sich gewünscht, dass Marthaler noch mal richtig Hand anlegt an dieses Oeuvre. Aber er hat damit wohl für immer abgeschlossen. Mit Andris Nelsons haben die Festspiele einen Stern gewonnen, der im dunklen Graben hell leuchtet, mit Klaus Florian Vogt und Annette Dasch ein neues Gesangs-Traumpaar. Es gibt fürwahr schlechtere künstlerische Bilanzen als die für 2011." Dieser Aussage stimmen sicher viele Wagnerianer, die ihre Bayreuther Festspiele lieben, zu. Jetzt sind wir alle voller Neugier, nicht nur auf die Erfüllung unserer Kartenbestellung, sondern auch auf die "Holländer"-Neuinszenierung und das Dirigat von unserem Ehrenmitglied Christian Thielemann. Geplant ist auch, dass am Samstag, dem 11.08.2012 Stefan Herheims "Parsifal" Inszenierung aufgezeichnet wird. Das Dirigat übernimmt neu der Schweizer Philippe Jordan.
Große Gratulation an Diana Damrau
Im Jahr 1993 war Diana Stipendiatin unseres Verbandes, anschließend unterstützten wir sie beim Besuch der Opernschule in München. Zwischenzeitlich wurde sie ein Weltstar. Jetzt erlebten wir Diana in einer großartigen Aufführung in unserer ausverkauften Münchner Staatsoper. Dabei machte es Freude festzustellen, wie viele Jugendliche anstanden mit dem Schild: "Suche Karte". Wir wissen, wie wichtig es ist, dass wir den Nachwuchs für die Oper begeistern. (ACHTUNG Fernsehübertragung über Arte am 29.12.2011 22.05 Uhr).
Aber auch Tilman Lichdi dürfen wir herzlich gratulieren (Stipendiat 2000). Er sang und spielte exzellent in der Aufführung der "Meistersinger" im Opernhaus Nürnberg die Rolle des David.
30 Jahre Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V.
Am 02.10.2012 sind es 30 Jahre, dass unser Festspielleiter Wolfgang Wagner zu Gast in Würzburg war, um im Hotel Leicht/Biebelried mit 7 Gründungsmitgliedern die Gründung unseres Richard-Wagner-Verbandes zu besiegeln. Dass die Unterzeichnende 2012 die Ehre hat, 30 Jahre diesen Verband zu führen, ist bemerkenswert und eine lange, nicht übliche Zeit. Diese Zeit brachte aber auch persönliche innere Bereicherung durch die vielen harmonischen Kontakte mit Mitgliedern, Künstlern, der Festspielleitung und vor allem die innige freundschaftliche Verbundenheit mit unserem Ehrenmitglied Verena Lafferentz-Wagner und unserem hochverdienten, unvergessenen Wolfgang Wagner. Viele beglückende Stunden, für die es zu danken gilt.
Jetzt heißt es die Weichen stellen, um das 30-jährige Jubiläum feierlich zu begehen. Dies ist sicherlich nicht zu stemmen aus den Mitgliedsbeiträgen von nur jährlich € 30,- für Einzelpersonen und € 40,- für Ehepaare. Wir sind deshalb dankbar für die kleinste Spende, um etwas Geld zu sammeln, um in Zusammenarbeit mit unserem Mainfranken Theater eine feierliche Ausrichtung dieses Jubiläums zu planen. Einige wichtige Gespräche sind eingeleitet. Wünschen wir uns einen günstigen Verlauf dieser Verhandlungen.
Vorschau 2012 und 2013
2012 bietet der Monteverdichor wieder ein außerordentliches Chorprogramm, wobei auch immer wieder Stipendiaten unseres Verbandes zu hören sind, u.a. Barbara Bräckelmann (1999), Maximilian Argmann (2011), Sven Fürst (2000) und Anna Nesyba (2010).
Gerne unterstützen wir den so engagierten Dirigenten, unser Mitglied Matthias Beckert. Im Jubiläumsjahr 2013 wird er unseren Wunsch erfüllen und am 12. und 13.07.2013 das Werk von Richard Wagner "Das Liebesmahl der Apostel" zur Aufführung bringen.
"Von Leipzig nach Bayreuth"
Unter diesem Motto wurde ein wunderbares Programm zusammengestellt, denn im Jahr 2013 wird die Aufmerksamkeit der musik- und theaterinteressierten Öffentlichkeit in ganz besonderer Weise Richard Wagner gelten. Anlass sind der 200. Geburtstag sowie der 130. Todestag des berühmten Komponisten. Der Fokus wird dabei auf Richard Wagners Geburtsstadt Leipzig sowie seiner Wirkungsstadt Bayreuth und den von ihm ins Leben gerufenen Bayreuther Festspielen liegen. Zu diesem besonderen Datum werden ein vielfältiges Programm und verschiedene Sonderprojekte die Bayreuther Festspiele bereichern.
Christian Thielemann, einer der derzeit herausragendsten Wagner-Interpreten der Welt, feiert am 22. Mai 2013 zusammen mit dem Orchester der Bayreuther Festspiele und hochkarätigen Solisten im Rahmen eines Konzerts im Festspielhaus den 200. Geburtstag des Komponisten. Im Anschluss daran wird eine Geburtstagsfeier den eigentlichen Geburtstag abrunden.
Einen künstlerischen Höhepunkt von Seltenheitswert bilden die Aufführungen von Richard Wagners Frühwerken "Die Feen", "Das Liebesverbot" und "Rienzi" in einer Kooperation der Bayreuther Festspiele mit der Oper Leipzig und dem Gewandhausorchester Leipzig. Die nicht in den Festspielkanon aufgenommenen Werke werden dabei sowohl in der Oper Leipzig als auch in der für diesen Zweck eigens umgestalteten Oberfrankenhalle im Zentrum Bayreuths zu erleben sein. Dieses ambitionierte Projekt wird ermöglicht durch die Unterstützung engagierter Sponsoren, sowie der Städte Bayreuth und Leipzig, die dazu beitragen, diese selten gespielten Werke dem Publikum zugänglich zu machen.
Zum guten Schluss
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, wir alle wollen dankbar rückwärts und mutig vorwärts sehen mit dem notwendigen Optimismus und der Vorfreude auf jeden neuen Tag. Der Gesamtvorstand Ihres Richard-Wagner-Verbandes bedankt sich für Ihr Wohlwollen. Für das Jahr 2012 persönlich alles Gute, Gesundheit - und wie sollte es anders sein mit Richard Wagner: "Zu neuen Taten"
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben September 2011
(01.09.2011)
Am meisten Gutes verspreche ich mir von der Stipendienstiftung, sie wird die eigentliche Wohltäterin sein.
Richard Wagner
Liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
sehr geehrte Damen und Herren,
Bayreuth beging die 100. Wagner Festspiele - und der Richard-Wagner-Verband Bayreuth das 100jährige Jubiläum! Darin zeigte sich seine Verbundenheit mit dem Werk Richard Wagners, auch als Kulturträger in Bayreuth und in der Zusammenarbeit mit der Stipendienstiftung.
Der Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V. konnte dank Ihrer Unterstützung im Jahr 2011 wieder 12 Stipendiaten melden, sodass seit Bestehen der Stiftung insgesamt 19.000 Stipendiaten Bayreuth erlebt haben, was die Vorsitzende des Internationalen Richard-Wagner-Verbandes Frau Prof. Eva Märtson beim 1. öffentlichen Stipendiatenkonzert, im voll besetzten großen Haus der Stadthalle Bayreuth, den Zuhörern mitteilen konnte.
Wir stehen als Richard-Wagner-Verbände International für unsere großen Aufgaben, uns für das Werk Richard Wagners einzusetzen, die musikalische Jugend zu fördern und jungen Musikschaffenden das Erlebnis zu vermitteln, Richard Wagners Werke in Bayreuth zu erleben.
2011 Premiere für die Hochbegabten Stipendienstiftung lädt zum 1. öffentlichen Konzert
"Der Anlass ist groß, der Saal so gefüllt, wie man ihn bei keinem Stadthallen-Operngastspiel sonst zu sehen gewohnt ist" so die Bayreuther Zeitung mit dem Hinweis "Atemberaubende Stimmen". Viele dieser Musiker gingen ihren Weg in die Weltöffentlichkeit. Unter den Interpreten fanden sich auch Stipendiaten aus dem Jahr 2011 aus unserem Verband: Ann-Helena Schlüter / Klavier und Dimiter Ivanov / Violine. Zum Abschluss brachte unser Mitglied Ralf Lukas die "große Rede des Hans Sachs" zur Darbietung. Er gestaltete diese Partie mit dem weichen, doch kräftigen Bariton, den nicht nur das Bayreuther Festspielpublikum so schätzt. Aus dieser Perspektive wäre es reizvoll, sich auch für die Zukunft viele Sänger und Instrumentalisten zu wünschen, wie an diesem schönen Abend.
2011 Bayreuth - "Weltstadt auf Zeit"
Am 28.08.2011 ging mit "Tristan und Isolde" die Festspielzeit 2011 zu Ende. Am Pult unser Mitglied Peter Schneider, der allen wieder einmal bewies, wie es aus dem Graben klingen kann. "Prof. Schneider vom Sängerknaben zum Dauer-Dirigenten" so schrieb die Bayreuther Zeitung am 23.08.2011: "Ein Maestro ohne Allüren, und keiner dirigierte bei den Bayreuther Festspielen öfter als der gebürtige Wiener, der in der 19. Spielzeit im mystischen Graben sitzt."
Danke für diesen wunderbaren Abschluss!
2012 Bayreuther Festspiele Vorschau Kartenbestellung
Alle Mitglieder, die bisher noch nie in Bayreuth bestellt haben, bitten wir um sofortige Anforderung der Bestellformulare für die Festspiele 2012 bei: Bayreuther Festspiele, Kartenbüro, Festspielhügel, 95445 Bayreuth, mit dem Hinweis auf die Mitgliedschaft im R. W. Verband Würzburg-Unterfranken. Ansonsten haben wir schon im letzten Rundschreiben darauf hingewiesen, dass 2012 noch das alte Bestellsystem genutzt werden kann. Frau Direktorin Keßler vom Arvena-Hotel Bayreuth hält auch 2012 bei Zimmer-Bestellungen über unseren Verband die schon seit vielen Jahren ausgehandelten Sonderkonditionen für unsere Gäste.
2012 - 7. Internationaler Gesangswettbewerb für Wagner-Stimmen 11.-13.10.2012 Karlsruhe
Unter Vorsitz der Festspielleiterin Eva Wagner-Pasquier findet der 7. Internationale Gesangswettbewerb im Theater Karlsruhe statt. Wir werden Frau Bettina von Hindte melden. Bei weiterem Interesse aus dem Kreis unserer ehemaligen Stipendiaten bitten wir um Kontaktaufnahme. Die Ausschreibung des Wettbewerbs erfolgt im 2. Halbjahr 2011. Durch großzügige Sponsoren konnten für die Final-Teilnehmer die Preisgelder für den Wolfgang-Wagner-Preis, den Dorothea-Glatt-Preis und den Publikums-Preis deutlich erhöht werden. Im Rahmenprogramm wird Karlsruhe eine Oper von Richard Wagner spielen (voraussichtlich "Tannhäuser"). Bei Interesse an der Teilnahme in Karlsruhe bitten wir um Meldung, wir senden Ihnen dann Unterlagen zu, sobald uns diese vorliegen.
Bei dieser Gelegenheit eine herzliche Gratulation an unsere Stipendiatin aus 2008 Eva Maria Wurlitzer, die im "Ring" der Co-Produktion der Oper Halle mit dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen die Rolle der Walküre "Schwertleite" übernahm. Weiterhin gratulieren wir Julian Orlishausen, Stipendiat 2004, der bei der Inszenierung "Tannhäuser" der Tiroler Festspiele eine sehr gute Kritik ("exzellenter Biterolf") bekam.
Internationaler Richard-Wagner-Kongress Breslau 02.-05.06.2011
650 Mitglieder internationaler Richard-Wagner-Verbände nutzten die Gelegenheit, Breslau/Wroclaw mit seinen monumentalen Backsteinkirchen in strenger Gotik und der großen Geschichte zu besuchen. Hier in Breslau berühren sich die Kulturen im Streit. Die Geschichte hat ihre Spuren hinterlassen: Polen, Böhmen, Ungarn, die Habsburger und die Preußen erhoben ihren Besitzanspruch auf die Stadt an der Oder. Ein vielschichtiges Rahmenprogramm informierte über die kulturhistorisch wichtige mitteleuropäische Metropole mit seinem schönen vor einigen Jahren sanierten Opernhaus. Dort wurde unter der hervorragenden Intendantin Prof. Ewa Michnik zwischen 2003 und 2006 mit einer kompletten Aufführung vom "Ring" in deutscher Sprache nicht nur in Polen und Deutschland, sondern im gesamten sonstigen osteuropäischen Ausland für Furore gesorgt. Über 40.000 Musikliebhaber aus Polen, Deutschland und dem sonstigen Ausland besuchten Breslau und knüpften an eine große Wagner Tradition des Vorkriegs in Breslau an. Bei der Delegiertenversammlung am 03.06.2011 im Foyer der Breslauer Oper waren sich außer den üblichen Regularien alle Vorsitzenden darüber einig, das bisher Erreichte weiter zu fördern und mitzuhelfen, dies auch im 21. Jahrhundert weiter zu entwickeln.
Informiert wurde auch, dass seit der letzten Präsidiumssitzung folgende Verbände in den RWVI aufgenommen wurden: die Israel Wagner Society, die Association for Richard Wagner Beirut/Libanon und die Associazione Richard Wagner della Spezia. Die Ausrichtung kommender Kongresse findet statt: 2012 in Prag, 2013 in Leipzig und 2014 in Graz.
Zum guten Schluss
Auch für das neue Lebensjahr, das nach dem 01.10.2011 beginnt, gilt für mich eine Aussage von Konfuzius: "Fordere viel von Dir selbst und erwarte von anderen wenig, so bleibt dir mancher Ärger erspart." Sie kennen meine Begeisterungsfähigkeit für den Alltag. So hoffe ich zuversichtlich, dass mir diese noch lange erhalten bleibt, denn jede Minute, die wir erleben dürfen, ist ein Neuanfang und ein Geschenk, für die es zu danken gilt.
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben Mai 2011
(12.05.2011)
"Wir sind Ältere und Jüngere:"
Richard Wagner:Sämtliche Schriften: "Oper und Drama", 1851
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
Richard Wagner formulierte zusätzlich zu der obigen Aussage: "Denke der Ältere nicht an sich, sondern liebe er den Jüngeren um des Vermächtnisses willen, das er in sein Herz zu neuer Nahrung senkt".
So sehen wir auch unser Engagement für die Richard-Wagner-Stipendien-Stiftung, der Unterstützung unserer Stipendiaten und mit großer Freude berichten wir, dass wir im Jahr 2011 auch wieder 11 Stipendienanträge (+1 Ersatzantrag) erhielten, die aufgeteilt sind an das Mainfranken Theater, die Hochschule für Musik, das musikwissenschaftliche Institut, Prof. Endrik Wottrich, Gesangsbildnerin Gundula Hintz-Lukas und ein Blaues Mädchen aus Bayreuth.
Von vielen Mitgliedern beneidet, aufgrund der verhältnismäßig langen Wartezeit auf Bayreuth Karten, erleben unsere Stipendiaten ab Mittwoch, den 10.08.2011 "Tristan und Isolde", "Die Meistersinger von Nürnberg" und die Neuinszenierung "Tannhäuser"; dazwischen liegt ein öffentliches Stipendiaten-Konzert im großen Haus der Stadthalle. Dieses Konzert dient gleichzeitig als Eröffnungskonzert für die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Richard-Wagner-Verbandes Bayreuth. Aus dem Kreis der früheren Stipendiaten wird sich in diesem Jahr auch Ralf Lukas mit einem Liedbeitrag beteiligen, den Bayreuthbesuchern bekannt durch seine Rollen als Donner, Gunther und Melot. Für unseren Verband war es schon immer eine Verpflichtung, zur Vorbereitung auf das Erlebnis Bayreuth, umfangreiches Einführungsmaterial zur Verfügung zu stellen, dies auch in Erinnerung an den unvergessenen August Everding, und seinen Wunsch: "Es ist gut in die Oper zu gehen, aber es ist besser, gut vorbereitet in die Oper zu gehen".
Richard Wagner für Kinder
Im 3. Jahr gibt es in Bayreuth eine eigens für Kinder erstellte Fassung von Richard Wagner, 2011 "Der Ring des Nibelungen". Bei Interesse, eine Aufführung besuchen zu wollen, nehmen Sie unmittelbar Kontakt mit uns auf. Bayreuth nennt den Besuch geeignet für Schüler der Klassen 4 6. Die Aufführung erfolgt in 2 Teilen, Spieldauer 2 x 45 Minuten mit 20 Minuten Pause. Bereits im 3. Jahr unterstützt die ‘Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung‘ das Projekt mit je € 30.000,-. In unserer Klassikabteilung gibt es nach den Festspielen sicher wieder eine DVD. In den vergangenen Jahren ("Holländer" und "Tannhäuser") war der Preis € 5,-.
Internationaler Richard-Wagner-Verband e.V. - RWVI
Kongress Breslau 2. 5. Juni 2011. Über diesen Kongress, mit einer Delegiertenversammlung aller Richard-Wagner-Verbände werden wir im nächsten Rundschreiben ausführlich berichten. Die lt. § 9 Abs. 4 notwendige Teilnahme der 1. Vorsitzenden (oder deren Vertretung) ist durch unser Beiratsmitglied Werner Häußner gesichert. Besonders interessant bei dieser Sitzung ist, die Gründungen neuer Universitätsverbände, wobei Cambridge und Oxford bereits abgeschlossen und die deutschen Universitäten Erlangen und Nürnberg in Bearbeitung sind. Ein weiterer Punkt ist der internationale Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung 2011 in Graz und der internationale Gesangswettbewerb für Wagner-Stimmen 2012 in Karlsruhe.
Das Rahmenprogramm ist interessant und bringt u.a. die Aufführung der Opern "Tosca", "Parsifal" und "König Roger", sowie Tagesausflüge, Stadtrundfahrten und ein Konzert der Breslauer Philharmoniker.
Die Ausrichtung kommender Kongresse übernehmen 2013 Leipzig und 2014 Graz. Zusätzlich liegt eine Einladung nach Prag 2012 vor.
Zur Erinnerung Mainfranken Theater Premiere 21.05.11 "Parsifal"
Wie bei allen Wagner-Inszenierungen unterstützen wir auch diese Inszenierung mit € 25.000,- und zusätzlich von der ‘Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung‘ mit € 5.000,-. Zur Einführungsmatinee am Klavier mit Detlev Eisinger, Bayreuth am 08.05.2011 gaben wir durch ein extra Anschreiben dem Nachwuchs, Studenten und allen Stipendiaten die Möglichkeit kostenfrei diese Matinee zu besuchen.
Das Ende der Rituale
und damit des bisherigen Mysteriums und komplizierten Bestellvorgangs für Festspielkarten.
Für die Festspiele 2011 gab es rund 320.000 registrierte Kartenwünsche bei insgesamt 53.900 verfügbaren Karten. Ab der Spielzeit 2012 sind Kartenbestellungen für Wagner-Aufführungen per Internet möglich, denn es war ein Ritual und ein Mysterium gleichermaßen: Seit Urzeiten müssen sich die Freunde der Musik Richard Wagners, die sich den Klängen des Meisters in Bayreuth hingeben wollen, einem komplizierten Bestellvorgang für Festspielkarten unterwerfen mit ungewissem Ausgang. Damit soll 2012 Schluss sein.
Ab diesem Zeitpunkt soll die Bestellung per Internet und Bezahlung per Kreditkarte möglich sein: eine Revolution! Bayreuth-Pilger wussten natürlich um ihre spätsommerlichen Pflichten. Unmittelbar nach jeder Spielzeit lag sofern man schon zum erlauchten Bestellerkreis zählte ein vorgedruckter Bestellschein für die Festspiele des kommenden Jahres im Briefkasten. Den galt es von Hand auszufüllen und möglichst früh wieder abzuschicken. Zigtausende dieser Bestellformulare gingen in Bayreuth ein, zur Freude der Post, aus aller Welt. Im Festspielhaus türmten sich die Bestellungen. Alles musste über Wochen und Monate gestapelt, gesichtet, nach Farben sortiert und mittels eines Computerprogrammes aus den 80er Jahren erfasst werden. Ein unglaublicher Aufwand. So wollten Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier ein Ticket-System, das Bestellungen via Internet zulässt und auch dem bayerischen Rechnungshof entgegenkommt, denn hier wurde auf ein leistungsfähiges, modernes und transparentes Ticket-System Wert gelegt. Dabei sollen ja über kurz oder lang auch jüngere Besteller für Bayreuth begeistert werden, und diese lassen sich auf aufwendige Bestellschein-Rituale, Marke Bayreuth, wohl kaum noch ein. Die beste Nachricht für die Festspiele: Die Dienstleistung im Volumen eines 6-stelligen Betrages, so der Pressesprecher der Bayreuther Festspiele, wird den Etat der Festspiele nicht belasten. Die Einrichtung des Ticket-Systems ist echtes Sponsoring und die Anlage soll Ende August freigeschaltet werden. Zu diesem Zeitpunkt beginnt üblicherweise der Vorverkauf für das nächste Jahr. Unser Büroteam Carmen Uhl und Johanna Amrehn steht Ihnen dann zur gegebenen Zeit auf Wunsch mit Rat und Tat zur Verfügung und unterstützen Sie bei Rückfragen und Bestellungen.
Eine neue und gute Nachricht vom Hügel: Es gibt in der Übergangsphase auf absehbare Zeit noch die Möglichkeit, den bisherigen Vertriebsweg zu nutzen und den Bestellschein zu ordern.
Für die Bayreuther Festspiele wird das neue System nicht nur Einsparungen pro Spielzeit bis zu € 30.000,- Portokosten bringen, sondern auch mehr Transparenz bezüglich der Bestellungen und damit eine neue Service-Initiative auslösen.
Eines wird sich auch nach Einführung des computergestützten Kartenvergabesystems nicht ändern: Diejenigen Wagner-Enthusiasten, die seit vielen Jahren treu bestellt hatten und doch immer wieder leer ausgegangen waren, erhalten wie bisher eine gewisse Bevorzugung, schließlich sollen nicht immer die gleichen Besteller zum Zug kommen, d.h.: Nur wer Jahr für Jahr bestellt, hat irgendwann auch Erfolg.
Thema: Festspiele "Von wegen Schickimicki"
Gerne übernahmen wir diese Ausführungen des Redaktionsleiters des Nordbayerischen Kuriers Gert-Dieter Meier.
Wie immer am 25.07. werden feine Roben und bekannte Namen als VIP-Festival über den Bildschirm flimmern und in vielen Köpfen jenes Bayreuth-Bild zementieren, das über Jahrzehnte von bunten Blättern gepflegt wurde und wird: Dass dieser Wagner in Bayreuth nur etwas für die Schönen und Reichen sei. Dabei bilden gerade die Bayreuther Festspiele einen starken Gegenpol zur VIP-Veranstaltung Salzburg.
Nirgendwo sonst in der Festspielszene werden niedrigere Gagen bezahlt. Nirgendwo sonst kommt den privaten Mäzenen und Wagnerfreunden sei Dank die öffentliche Hand bei einem Hochkulturprojekt günstiger weg als am Grünen Hügel. Nirgendwo sonst fangen die Kartenpreise in der Kino-Kategorie an und nirgendwo sonst gibt es noch eine Veranstaltung speziell für Gewerkschaftsmitglieder, auch in Erinnerung daran, dass Richard Wagner, der Bayreuther Meister, einst von einem demokratischen Theater träumte. Elitär ist diese Bühne also nicht, vor allem Wolfgang Wagner hat mit der ihm eigenen Starrköpfigkeit sein Leben lang jedem Starkult den Kampf angesagt. Auch daran sollte man denken, jetzt, da die zweiten Festspiele ohne den großen Theatermann beginnen.
Die Initiativen, die Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier seit der Übernahme der Festspielleitung überlegten, um ein neues, jüngeres Publikum für Bayreuth zu gewinnen, tun ein Übriges, die Festspiele für die Zukunft aufzustellen. Mag es manchem Wagnerianer nicht gefallen (kostenlose!) Wagneraufführungen für Kinder, Videoclip-Wettbewerb, Podcasts oder Erfolgsveranstaltungen wie das Public Viewing sie sind die einzig richtige Antwort auf eine weiterhin grassierende Opern-Lethargie unter Jugendlichen.
"Ring" Aufführungen von Darmstadt bis München (Hamburg, Halle, Ludwigshafen, Essen und New York)
Schon 1908 schrieb hellsichtig Georg Bernard Shaw in seinem "Wagnerbrevier", dass der "Ring" vor allem "ein Drama von heute und nicht das einer fernen und sagenhaften Vorzeit sei". 4 Jahre durfte Bus "Loge" die Inszenierungen von Tankred Dorst besuchen mit dem herausragenden Dirigat von unserem Ehrenmitglied Christian Thielemann. Jetzt bieten wir Darmstadt an in der Inszenierung des Intendanten John Dew. ML Constantin Trinks, den die Opernwelt nach dem "Parsifal" als besten Dirigenten nannte und als den "Dirigenten des Jahres" kürte und nach den "Meistersingern" schrieb die Presse "das Orchester leuchtete vor Glück".
Gratulation an unsere Stipendiaten von 2010 Amelie Beer
Die Gratulation gilt der Entwicklung von Amelie Beer, die am E.T.A.-Hofmann-Theater in Bamberg die Inszenierung von "Die Liebe sprach: Ich liebe Dich." übernahm. Dies nach ereignisreichen Probewochen mit guten Besprechungen. Amelie Beer bedankte sich bei uns noch einmal für die Förderung, die sie durch unseren Verband als Stipendiatin erleben durfte.
Zum guten Schluss
Vergessen wir nicht, dass die unbezahlten Tätigkeiten oft die menschlich anspruchsvollsten sind vor allem - weil sie kein Ende im Arbeitseinsatz kennen. In diesem Sinne und der Leistungsbereitschaft für unseren Verband grüßt mein Büroteam und
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben Februar 2011
(20.02.2011)
Der ist nie recht dankbar gewesen, der aufhört, dankbar zu sein.
Friedrich I.
deutscher Kaiser (1122 - 1190)
genannt Barbarossa
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
Dankbarkeit ist es, die uns mit unserem Ehrenmitglied Verena Lafferentz-Wagner verbindet. Schon 1984 wurde sie Mitglied in unserem Verband, im vergangenen Jahr feierte sie ihren 90. Geburtstag. Dieses Ereignis war für uns Anlass, einen Gala-Abend mit Werken von Richard und Siegfried Wagner zu organisieren. Das Konzert fand in unserem Mainfranken Theater statt, es spielte das philharmonische Orchester unter der Leitung von GMD Jonathan Seers, es sangen die Sopranistin Anja Eichhorn und der Bassbariton Johann F. Kirsten, sowie der Chor und Extrachor unter Leitung von Markus Popp. Das Konzert fand begeisterte Zustimmung, was auch beim anschließenden Empfang im Oberen Foyer zu spüren war, wo viele Wagner-Freunde bei einem Umtrunk zusammen kamen. Immer wieder war zu hören, wie sehr die Musik von Siegfried Wagner überraschte, wobei die Uraufführung der "Friedenshymne", als das letze noch nicht aufgeführte Werk Siegfried Wagners, besonderen Anklang fand. Dass dies möglich war, verdanken wir den Bemühungen unseres Beiratsmitglieds Werner Häußner und dem Entgegenkommen der Siegfried-Wagner-Gesellschaft. Es erfüllt uns mit Stolz, dass wir der Tochter Siegfried Wagners diese Freude bereiten konnten.
Es ist schon etwas besonderes, mit der Enkelin von Richard Wagner und Urenkelin von Franz Liszt befreundet zu sein - diese ehrliche, aufrichtige Verbundenheit empfinden wir als großes Geschenk.
So wünschen wir unserer verehrten Verena Lafferentz-Wagner weiterhin Gesundheit, Glück und möglichst viel Freude an allen Tagen. Möge ihr die allseits bekannte Begeisterungsfähigkeit erhalten bleiben, auch um immer wieder bei den Richard-Wagner-Verbänden als Repräsentantin des Hauses Wagner zur Verfügung zu stehen. Wir wünschen ihr weiterhin die Fähigkeit, die wir uns alle wünschen, behutsam und klug mit der Zeit umzugehen, denn auch sie ist ein kostbares Geschenk unseres Lebens.
Bayreuth Stipendiaten
Auch im Jahr 2011 konnten wir wieder Dank Ihrer Mitgliedsbeiträge und Spenden 10 Bayreuth-Stipendien zur Verfügung stellen eine sehr erfolgreiche Bilanz!
Besonders freuen wir uns, dass wir damit unsere vordringliche Aufgabe - die Förderung junger Musikschaffender - erfolgreich unterstützen, trotz rückläufiger Mitgliederzahl und Spendeneingänge (vor einigen Tagen verstarb auch bedauerlicherweise nach langer Krankheit unser Gründungsmitglied Nr. 6 und jahrelanger Verkaufsleiter im Renault Haus Müller Günter Schwab), wobei wir auch 2011 weiterhin auf Ihre Unterstützung hoffen. Vorab war es notwendig, auch wegen Realisierung unseres Gala-Konzertes, meinerseits unseren Verband mit € 10.000,- zu unterstützen.
Bayreuther Festspiele 2011
Das Kartenbüro der Bayreuther Festspiele informierte, dass die Zusagen für Bayreuth 2011 teilweise etwas später kommen. Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, denken Sie daran, wir haben mit dem Arvena Hotel Bayreuth (mit Shuttlebus zum Festspielhaus) schon vor vielen Jahren Sonderkonditionen ausgehandelt. Sicher werden Sie sich, wie viele unserer Mitglieder, dort sehr wohl fühlen.
Gerne verfolgen wir die Weiterentwicklung ehemaliger Stipendiaten:
So freuten wir uns über ein Interview mit Julian Orlishausen (Stipendiat 2004) in der Opernzeitschrift "Der neue Merker" siehe Anlage. Er dürfte vielen von Ihnen durch den Liederabend im Toscana Saal der Würzburger Residenz (27.11.2009) bekannt sein. Wir planen zur Zeit, ihn mit einem neuen Programm erneut einzuladen. Dies erfreut sicherlich Prof. Endrik Wottrich, Hochschule für Musik Würzburg, und den Leiter der Opernschule Würzburg Prof. Holger Klembt.
Im voll ausverkauften Kiliansdom zu Würzburg erlebten wir die Aufführung der Sinfonie Nr. 7 "Seven Gates of Jerusalem" von Krzysztof Penderecki unter Leitung des Komponisten. Dabei waren auch 2 unserer Stipendiaten aus dem Jahr 2010: Anna Nesyba/Sopran und Yoontaek Rhim/Bass.
Dem Komponisten stellten wir während seines Aufenthaltes in Würzburg ein 7-Sitzer-Fahrzeug aus dem RenaultDacia Haus MÜLLER zur Verfügung.
Im Monteverdichor, den wir aus der "Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung" immer wieder gerne unterstützen, sang bei den beiden wunderbaren Konzerten in der Neubaukirche am 12./13.02.2011 mit großem Erfolg unsere ehemalige Stipendiatin aus dem Jahr 1999 Frau Barbara Bröckelmann.
Neugründung Richard-Wagner-Verband Israel
Zu den 150 deutschen und internationalen Richard-Wagner-Verbänden kamen neu dazu und dies wurde in den Medien weltweit berichtet der 1. behördlich anerkannte Richard-Wagner-Verband in Israel. Ausdrücklich geht es dem Initiator und Präsidenten des neuen Verbandes, dem Jerusalemer Rechtsanwalt Jonathan Livny, um die Bedeutung und das Hören der Musik des Komponisten Richard Wagners in Israel. Prof. Eva Märtson, die Präsidentin des Richard-Wagner-Verbandes International, hatte bereits im Mai 2010 in der Delegiertenversammlung in Stralsund die Unterstützung für ihre Initiative zur Zusammenarbeit mit israelischen Freunden der Musik Richard Wagners und dem Beitrag zur Verständigung der Völker eine breite Unterstützung von Wagner-Verbänden aus aller Welt erhalten. Damals war noch davon auszugehen, dass es ein langer, bewegender und abenteuerlicher Weg würde. Dass die offizielle Anerkennung in Israel nun besiegelt ist, gleicht einer Sensation. In der FAZ war zu lesen, dass sich seit dieser Zeit der Neugründung der Vorsitzende vor Anfragen kaum retten kann, so groß wäre das Interesse an einer Mitgliedschaft.
100 Jahre Richard-Wagner-Verband Bayreuth / Coburg
In diesem Jahr feiert nicht nur der R.-W.-Verband Bayreuth, sondern auch der R.-W.-Verband Coburg 100jähriges Bestehen. Das Jubiläum in Bayreuth vom 9.11.09.2011 bietet einen Vortrag von Dr. Oswald Georg Bauer / München, eine Opern-Gala, einen fränkischen Festabend und eine Klaviermatinee.
Die Feierlichkeiten in Coburg finden, in Zusammenarbeit mit dem Landestheater, dem Intendanten und dem neuen GMD in der Zeit zwischen dem 11. und 13.11.2011 statt. Sobald uns das Programm vorliegt, werden wir ggf. eine Teilnahme planen.
Sonntag 08. Mai 2011 Mainfranken Theater Würzburg - Einführung Detlev Eisinger
Wir dürfen an die Einführungsmatinee von Detlev Eisinger zu "Parsifal" am Sonntag, den 08.05.2011 um 11 Uhr erinnern. Für die Premiere "Parsifal" am Samstag, den 21.05.2011 um 17 Uhr liegt der Sitzplan in der Münzstraße, sodass Sie bei Frau Amrehn rechtzeitig Ihren Platz auswählen können.
Zum guten Schluss
Im Wegweiser für das Jahr 2011 von Peter Bacher habe ich vor kurzem gelesen: "Es ist eine unheimliche und schreckliche Krankheit unserer Zeit, dass Begeisterung seltener zu spüren ist, dass alles so "cool" geworden ist. Nach dem Motto: Ich bin doch nicht verrückt und tue mehr als nötig. Wer sich total einsetzt, gilt für viele als totaler Narr. In Wahrheit aber sind es die Begeisterungsfähigen, die unsere Welt ein Stück weiter bringen."
Deshalb gratulieren wir ganz herzlich unserem 2. Vorsitzenden Prof. Dr. Bernd Gay, der am 04.02.2011 im Fürstensaal in der Würzburger Residenz das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt. Sein beruflicher Werdegang ist von einem großen sozialen Einsatz für die Allgemeinheit geprägt, welcher weit über das normale Maß hinaus geht, war in der Laudatio zu hören - u.a. auch für schwerverletzte Kinder aus verschiedenen Kriegs- und Krisengebieten, vor allem aus Afghanistan.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben November 2010
(11.11.2010)
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
uns im Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken war die Ehre widerfahren, die Zeitzeugin und Enkelin von Richard Wagner bereits 1984 als Ehrenmitglied für unseren Richard-Wagner-Verband zu gewinnen.
Schon vor dieser Zeit verband uns die Liebe zur Musik, besonders zu der von Richard Wagner, wissend, dass sich immer wieder die Aussage von E.T.A. Hoffmann bestätigt: "Die Musik schließt den Menschen ein unbekanntes Reich auf, eine Welt, die nichts gemein hat mit der äußeren Sinneswelt die ihn umgibt, in der er alle bestimmten Gefühle zurück lässt, um sich einer unaussprechlichen Sehnsucht hinzugeben."
So freuen wir uns, dass wir Sie informieren dürfen über das
Galakonzert anlässlich des 90. Geburtstages
von unserem Ehrenmitglied Frau Verena Lafferentz-Wagner
Samstag 11.12.2010 im Mainfranken Theater Würzburg - 20.00 Uhr
- mit anschließendem Umtrunk für unsere Mitglieder im Oberen Foyer.
In Zusammenarbeit mit dem Mainfranken Theater Würzburg, dem Philharmonischen Orchester unter Leitung von GMD Jonathan Seers, unserem Chor und Extrachor finden Sie das von GMD Seers zusammengestellte Programm in der Anlage. Ihre Kartenbestellungen sind sowohl bei uns in der Münzstraße, als auch im Mainfranken Theater (Theaterkasse Würzburg 0931-3908-124) möglich. Kartenpreise auf allen Plätzen: € 25,00.
Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen anlässlich dieses Konzertes und informieren Sie bei dieser Gelegenheit auch mit dem Hinweis zur "Parsifal" Inszenierung, die von uns gesponsert wird Premiere 21.05.2011. Ihre Kartenbestellungen im beiliegenden Anmeldeschein werden vorrangig bearbeitet. Wir haben uns ein entsprechendes Sonderkontingent gesichert.
"Wes Herd dies auch sei, hier muss ich rasten!"
Wir erlebten in Frankfurt anlässlich der Festaufführung zum 100jährigen Jubiläum des dortigen Richard-Wagner-Verbandes in der Neuinszenierung von Vera Nemirova die "Walküre" und schließen uns voll der Meinung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 02.11.2010 an, die schrieb: "Selten war Wagner so verständlich, tiefgründig und lebendig wie hier." Ein Opernereignis, das lange in uns nachklingen wird, sodass wir uns heute schon auf die Fortsetzung und das Weiterschmieden dieses "Ringes" freuen.
Beim anschließendem Empfang wurde GMD Sebastian Weigle mit dem "Rheingold-Preis" ausgezeichnet, neu geschaffen und verliehen vom Richard-Wagner-Verband Frankfurt. Wir überbrachten unsere herzlichen Glückwünsche, auch mit dem Gedanken daran, dass Sebastian Weigle im Jahre 1992 Stipendiat unseres Verbandes war. Ein weiterer ehemaliger Stipendiat Malte Krasting (1990) hielt den gut besuchten Einführungsvortrag zur "Walküre" Aufführung und Anja Ulrich, Stipendiatin 2004, sang die Walküre Gerhilde, sodass dieser Abend für unseren Verband zu etwas ganz besonderem wurde.
Dem Frankfurter Richard-Wagner-Verband gratulierten wir mit einem Gruß aus dem Frankenland, bedankten uns für die Organisation dieser Festaufführung, die von 35 R.-W.-Verbänden mit 430 Mitgliedern besucht wurde, und für die Gestaltung des Rahmenprogramms.
Der professionelle Beitrag von Verena Hemmerlein (Stipendiatin unseres Verbandes 2005 + ausgezeichnet mit dem Kulturförderpreis der Stadt Würzburg) im Resümee zur erlebten "Walküre" bei der Busrückfahrt bestätigte sicher bei allen Mitgliedern den Eindruck, wie wichtig es ist, sich für Nachwuchsförderung einzusetzen. Verena hospitierte und assistierte an verschiedenen Theatern und ist mit ihren Engagements auf einem sehr guten Weg, u.a. an der Staatsoper Stuttgart, am Westfälischen Landestheater, am Theater Pforzheim und am Staatstheater Nürnberg. Dort findet als nächstes die Ausstattung des Ballettes "Carmen" statt.
Richard Wagner und seine "Walküren"
Es fällt leicht, nach dem Frankfurter Erlebnis der "Walküre", den Bogen zur letzten "Walküren"-Aufführung in Bayreuth zu spannen. Tausende von Besucher erlebten begeistert die Übertragung auf dem Volksfestplatz in Bayreuth. Bereits gegen 13 Uhr setzte der Pilgerstrom der Opernfreunde ein, die den letzten Akt unter dem Sternenhimmel erlebten. Mit einem grandiosen Feuerzauber bei Wotans letzten Worten: "Wer meines Speeres Spitze fürchtet, durchschreite das Feuer nie!", bleibt auch dies einer der großen Eindrücke.
Zum guten Schluss
Jeder glückliche Augenblick ist eine Gnade und muss zum Danke stimmen (Theodor Fontane). So gilt mein Dank allen vergangenen Begegnungen, in der Vorfreude auf unser Wiedersehen. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit, anschließend ruhige und erholsame Tage und einen guten Start in das vor uns liegende große Unbekannte, das Jahr 2011.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Margot Müller
Programm MainfrankenTheater 11. Dezember 2010
(11.11.2010)
Samstag
11. Dezember 2010
20 Uhr (19.30 Uhr Einführung im Oberen Foyer)
ANJA EICHHORN, Sopran
JOHAN F. KIRSTEN, Bassbariton
JONATHAN SEERS, Dirigent
Chor und Extrachor des Mainfranken Theaters
Philharmonisches Orchester Würzburg
RICHARD WAGNER
Siegfried Idyll
SIEGFRIED WAGNER
aus Rainulf und Adelasia
Arie der Adelasia "Nein! Osmund ist nicht schuldig!"
Friedenshymne
(Uraufführung, orchestriert von Konrad Bach)
RICHARD WAGNER
aus Die Meistersinger von Nürnberg
Chor "Wach auf"
Schlussansprache des Hans Sachs mit Chor
"Verachtet mir die Meister nicht"
PAUSE
SIEGFRIED WAGNER
aus Der Heidenkönig:
Zwischenspiel "Glaube"
Arie des Jaroslaw "Auch wenn ich den Stein dir gebe"
Chor "Was? Wieder Dürre?"
RICHARD WAGNER
aus Tristan und Isolde
Vorspiel und Liebestod
aus Tannhäuser
Einzug der Gäste "Freudig begrüßen wir die edle Halle"
- anschließend Umtrunk für unsere Mitglieder im Oberen Foyer
Karten - auf allen Plätzen gleich - € 25,00
Mainfranken Theater Würzburg
Theaterkasse 0931/3908-124
Richard-Wagner-Verband, Münzstraße 10, 97070 Würzburg 0931/32181-80
Rundschreiben September 2010
(21.09.2010)
Aus der Pflege glücklicher
Gedanken und Gewohnheiten
entsteht auch ein glückhaftes Leben
Norma Vincent Peale
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
die 99. Bayreuther Festspiele, für 5 Wochen für alle Wagnerianer der Mittelpunkt der Welt, gingen erfolgreich zu Ende. Beim Empfang nach der letzten "Götterdämmerung" und 5 Jahren "Ring"-Einspielung in der Inszenierung von Tankred Dorst und dem Dirigat von unserem Ehrenmitglied Christian Thielemann war Wehmut zu spüren. Es gab viele Dankesworte an alle Mitwirkenden. Wir freuen uns natürlich, dass Christian Thielemann dem Haus als musikalischer Berater verbunden bleibt, auch wenn er nicht im Graben sitzt. Die dritte Siemens-Festspielnacht mit "Walküre" am 21.08.2010 ging um die ganze Welt und war per Internet-Live-Stream abrufbar und erstmals auch vom japanischen Staatsfernsehen übernommen worden. Wie in unserem letzten Rundschreiben angekündigt, erfolgte auch die Übertragung der Kinderoper "Tannhäuser", die Sie auf DVD für € 5,00 in unserer Klassikabteilung erhalten können und im Herbst auch die Aufzeichnung der "Walküre".
Im Nordbayerischen Kurier 28./29.08.2010 sagt Katharina Wagner: "Es ist richtig, was wir tun" und führt u. a. an: "Ich finde es gut, wenn wir unterschiedliche Handschriften spürbar werden lassen" und bezieht sich hier auf die Neuinszenierung "Lohengrin" und "Tannhäuser" 2011. Erfreulicherweise stellt die Festspielleitung auch für 2011 der Stipendienstiftung wieder Karten für 3 Aufführungen zur Verfügung. Es war 2010 wie immer etwas Besonderes zu spüren und zu erleben, wie dankbar und voller Begeisterung der Nachwuchs die Eindrücke aufnahm.
Der Festspielsommer 2010 durfte für viele nicht ausklingen ohne ein Erinnern an Wolfgang Wagner, für den 57 Jahre die Festspiele sein Leben waren, der für diese Festspiele eine überragende Lebensleistung erbrachte und mit Größe und Weitsicht die Weichen für die Werkstatt Bayreuth im Wandel der Zeit stellte.
Vorschau
Am 14.08.2011 wird in der Festspielnacht "Lohengrin" zu sehen sein und als Kinderoper der "Ring". Dem Anliegen Richard Wagners, seine Musik einem breiten Publikum zugänglich zu machen, kommt die Siemens-Festspielnacht in Bayreuth mit jeweils 20.000 Besuchern jetzt bereits zum 4. Mal nach und ermöglicht einen freien und zielgruppengerechten Zugang zur Welt des Musiktheaters. Dabei ist das Ziel, auch junge Menschen als das Publikum von morgen generationsübergreifend in die Festspiele einzubeziehen.
Nach zwei "Ring"-freien Jahren wird dieses Werk 2013 Kirill Petrenko dirigieren. Alle Mitglieder, die mit uns 2001 in Meiningen den "Ring" in der Inszenierung von Christine Mielitz hörten, kennen auch diesen Dirigenten. Noch nicht bekannt ist das Regie-Team für diese Produktion zum 200. Geburtstag von Richard Wagner.
Die Malerin Renate Jung
überraschte Bayreuth
Unsere Mitglieder aus Würzburg und Umgebung konnten es in der Main-Post v. 25.08.2010 lesen, dass Renate Jung die Festspielleitung mit diesem Geschenk - einem Bild von Wolfgang Wagner überraschte. Wir bedanken uns für den Liebesdienst dieser bekannten Würzburger Künstlerin.
Kartenbestellung Hotel Bayreuth 2011
Für Mitglieder, die das 1. Mal in Bayreuth Karten bestellen: Bitte fordern Sie schriftlich das Bestellformular an (Bayreuther Festspiele, Festspielhügel, 95445 Bayreuth) unter dem Hinweis Ihrer Mitgliedschaft im Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V. und beachten Sie anschließend den Rücksendetermin bis 18.10.2010! Bei dieser Gelegenheit auch der Hinweis, dass wir im Hotel Arvena/Bayreuth Sonderkonditionen haben. Die Zimmer-Bestellungen müssen über uns erfolgen - und alle Mitglieder, die dort einmal gewohnt haben, wissen um die liebevolle Betreuung, den besonderen Service und alle Vorteile dieses Hauses incl. Shuttle-Bus zum Festspielhaus.
Almanach 2010
Vorrätig bei uns ist auch der Almanach 2010 der Freunde von Bayreuth, der mit 250 Seiten ein umfassendes Jahrbuch der diesjährigen Festspielsaison darstellt. Neben einem Nachruf auf den langjährigen hochverehrten Festspielleiter Wolfgang Wagner werden die aktuellen Inszenierungen durch Interviews, Portraits und Artikel beleuchtet, die auch einen Blick in die Welt Richard Wagners und das Festspielhauszeigen. Es kommen sowohl Künstler als auch Regisseure und Dramaturgen zu Wort. Preis: € 25,00.
Ohren auf in Concert Mainfranken Theater 17.07.2010
Alle, die diese Veranstaltung besuchten, waren angetan von dem großen Engagement und der erbrachten Leistung der Schülerinnen und Schüler unserer Würzburger Schulen, die uns zusammen mit dem Philharmonischen Orchester unter GMD Jonathan Seers überraschten mit dem Vorspiel zu "Die Meistersinger von Nürnberg" und der Sinfonie Nr. 8 in G-Dur von Anton Dvoák. Wir waren besonders beeindruckt von dem 19-jährigen Tobias Feldmann, der an der Hochschule für Musik in Würzburg studiert. Er spielte Beethovens D-Dur Violinenkonzert mit Bravour. Das Publikum war hell begeistert. Bedauerlicherweise hat die Main-Post über dieses Projekt nicht berichtet! Dabei ist es doch so wichtig, wenn im Elternhaus ein Instrument erlernt wird, wenn die Motivation vom Nachwuchs so weit geht, dass zusammen mit unserem Orchester geübt wird, bis so schwierige Werke dargeboten werden. Es wäre bestimmt eine entsprechende Anerkennung wert gewesen! Wir wünschen uns, dass das Mainfranken Theater diese Reihe weiter pflegt.
Klassik live im Kino: Cinemaxx Würzburg Cineworld Dettelbach
Wir erinnern nochmals an die Übertragungen aus der Metropolitan Opera, die am 09.10.10 mit "Rheingold" beginnen. Verschiedene Werke folgen, so die "Walküre" am 14.05.11.
Internationaler Richard-Wagner-Kongress 02. 05.06.2011 Breslau
Mit großem Rahmenprogramm u. a. mit Eröffnungskonzert in der Universitätskirche, Stadtrundgang, Oderschifffahrt, Opernaufführungen und einem Symposium. Bei Interesse bitte Programm anfordern.
Zum guten Schluß
Wir haben Ihnen wieder ein umfassendes Reiseprogramm zusammengestellt und würden uns freuen, wenn Sie dieses nutzen. Denn ein kluger Mann sagte: "Wir können das Leben nicht aufschieben, bis wir dazu bereit sind." Auch für Bayreuth 2011 versuchen wir wieder unsere Opernreisen zu starten. Hier wäre eine kurzfristige Anmeldung von Vorteil. Ansonsten viel Spaß beim Studium unserer Angebote!
Mit freundlichen Grüßen aus Würzburg und aus der Münzstraße
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben Juli 2010
(05.07.2010)
Ein Sommertag in Bayreuth
- WAGNER FÜR ALLE -
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
am Samstag, dem 21. August 2010, beginnt das Wagner Open - Air mit dem "Tannhäuser" für Kinder um 11.30 Uhr, bevor um 16 Uhr dann die "Walküre" über die 90 Quadratmeter-Leinwand geht.
Innerhalb einer halben Stunde waren alle Karten für die 10 Vorstellungen der diesjährigen Kinder-Oper der Richard-Wagner-Festspiele ausverkauft. Es gelang Katharina Wagner, zum ersten Mal auch ein Public Viewing für die Reihe "Wagner für Kinder" auf dem Bayreuther Volksfestplatz zu planen - und damit besteht die einmalige Chance, die jungen Opernbesucher nicht nur mit dem Werk, sondern mit einem möglichen Interpretationsansatz vertraut zu machen. Sie lernen von klein auf, dass es nicht DIE eine richtige Inszenierung gibt, sondern viele Sichtweisen, von denen sie eine in Bayreuth erleben dürfen. Der Fairplay Kostümwettbewerb ist ein wichtiger Bestandteil zur Vermittlung dieser Ideen. Einen "Tannhäuser" in einer Fassung für Kinder gab es wohl noch nie in der Geschichte der Kinder-Musiktheater. Nutzen Sie also diese Chance und notieren jetzt schon im Kalender den Termin.
Weitere große Opernereignisse:
Die Metropolitan Opera live in HD
im Cineworld Kino Dettelbach
Die Met-Saison 2010/2011 beginnt am 09. Oktober 2010 mit "Das Rheingold" bis 14. Mai 2011 "Die Walküre".
Mainfranken Theater Würzburg
Das so erfolgreiche Ballett "Lucidor" (Hugo von Hofmannsthal / Youri Vàmos) wird in die neue Spielzeit 2010/11 übernommen.
Unser ehemaliges Ensemblemitglied am Mainfranken Theater Albrecht Kludszuweit (Stipendiat unseres Verbandes 1997) lässt Sie alle herzlich grüßen mit dem Zuruf aus "Siegfried": . Er erhielt großes Lob unter dem Dirigat von Stefan Soltesz im Opernhaus Essen. Wir wünschen ihm alle weiterhin viel Erfolg.
Erleben durften wir bei unserer Opernfahrt in Weimar Uwe Schenker-Primus (Stipendiat unseres Verbandes 2008) in der Rolle des Eugen Onegin und konnten uns alle von der hervorragenden Leistung überzeugen.
Wir freuen uns in diesem Zusammenhang mit unserem Mitglied Julian Orlishausen (Stipendiat unseres Verbandes 2004) und drücken die Daumen zu seinem anstehenden Konzertdiplom: Hochschule für Musik Würzburg Raum B Saal U08 / Klasse von unserem Mitglied KS Prof. Endrik Wottrich Dienstag, 13.07.2010 um 19 Uhr. Eintritt frei.
Noch eine frohe Botschaft aus dem Mainfranken Theater: Außer der Planung "Parsifal" 2010/11 plant Herr Intendant Hermann Schneider in der folgenden Spielzeit 2011/12 ebenfalls eine Neuinszenierung einer Oper von Richard Wagner - und sobald hier das Werk feststeht, informieren wir Sie rechtzeitig.
11.12.2010 20 Uhr Mainfranken Theater großes Haus
Wir lüften das Geheimnis, es wird eine "Gala" geben mit Werken von Richard Wagner und Siegfried Wagner: Eine Veranstaltung in Verbundenheit und Dankbarkeit zu unserem Ehrenmitglied Frau Verena Lafferentz Wagner anlässlich ihres 90. Geburtstages im Dezember 2010.
14 Stipendiaten unseres Verbandes pflegen die Vorfreude auf Bayreuth.
Zwischenzeitlich ausgestattet mit umfassendem Einführungsmaterial hoffen wir, dass die Aussage von August Everding umgesetzt wird: "Es ist gut in die Oper zu gehen, aber es ist viel besser, gut vorbereitet in die Oper zu gehen." So schenken wir unseren Stipendiaten die Textbücher zu allen Werken von unserem unvergessenen Ehrenmitglied Prof. Kurt Pahlen, Informationen über Bayreuth und die Stipendienstiftung, Einführungs-CDs von Dr. Bauer und Prof. Joachim Kaiser. Wir haben uns gefreut, und das passiert auch selten, dass uns von unserer Stipendiatin Amelie Beer die Bachelor-Arbeit zur Verfügung gestellt wurde über das Thema der damaligen Planung der "Ring"-Inszenierung durch Lars von Trier, an der Wolfgang Wagner sehr interessiert war. Es ist schade, dass ihm dieser letzte Regie-Coup versagt bliebt. Die Arbeit berichtet über das Konzept bis zum Warum und die Schlussbetrachtung: das Scheitern der Vision. Eine lesenswerte Lektüre (53 Seiten)!
Abrufbar bei uns ist aus der Opernzeitschrift Merker/Wien der umfassende Bericht über den Internationalen Richard-Wagner-Kongress, der vom 13.-16.05.2010 in Stralsund stattfand.
Artikel in der Main-Post Würzburg v. Samstag, 05. Juni 2010
Junge Musiker im Kaisersaal - Von Cherubini bis Wagner.
(jk) Erstmals gastiert das Ensemble der Jungen-Musiker-Stiftung in Würzburg. Das Junge Tonkünstler Orchester spielt am 24. Juli im Kaisersaal der Residenz Werke von Cherubini (Ouvertüre aus der Oper "Médée"), Antonio Rosetti (Hornkonzert d-Moll, Solistin: Juliane Grepel), Étienne-Nicolas Méhul (1. Sinfonie), Beethoven (1. Sinfonie) und Richard Wagner (Wesendonk-Lieder). Solistin ist die Sopranistin Johanna Winkel. Die Junge Musiker Stiftung wurde 2006 in Liechtenstein gegründet. Sie bietet Meisterkurse und Stipendien an. Künstlerischer Leiter ist Manfred Jung, der unter anderem den Siegfried im Bayreuther "Jahrhundert-Ring" sang. Dozenten sind unter anderem Brigitte Fassbaender und Gwyneth Jones. (Kartenvorverkauf bei uns oder im Falkenhaus Würzburg Tel: 0931-372398).
Zum guten Schluss
Befolgen sollten wir hin und wieder das Sprichwort aus Asien: "Einen Tag ungestört in Muße zu verleben heißt, einen Tag lang ein Unsterblicher zu sein."
Aus Würzburg
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben Mai 2010
(25.05.2010)
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
die Medien berichteten umfassend, dass sich am 11.04.2010 Freunde und Weggefährten von unserem lieben hochverehrten Festspielleiter Wolfgang Wagner in "seinem" Festspielhaus trafen, um in einer bewegenden Feierstunde Abschied zu nehmen. Abschied von einem "Jahrhundertmenschen", der seine Spuren hinterlassen wird.
In dieser würdigen Trauerstunde sprach u.a. auch unser Ehrenmitglied Christian Thielemann, berührt über sein Verhältnis zu Wolfgang Wagner, und der Bayerische Ministerpräsident nannte Wolfgang Wagner einen "außerordentlichen und großen Theatermenschen" mit dem die Welt "eine der facettenreichsten und eindrucksvollsten Persönlichkeiten" verloren habe. Auch unser Verband hat einen Freund verloren, dem wir voller Respekt und Dankbarkeit immer ein ehrendes Andenken bewahren. Wolfgang Wagner ist und bleibt ein Bestandteil der Bayreuther Festspiele, denn die Festspiele waren sein Leben. Hochgeschätzter Festspielleiter, umsichtiger Vater des gesamten Bayreuther Teams, lieber Wolfgang, wir werden dich vermissen! Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier übermittelten wir unsere tief empfundene Anteilnahme.
"Ohren auf in concert" Mainfranken Theater Würzburg 17.07.2010 19.30Uhr
Auch im Jahr 2010 unterstützen wir das Konzertprojekt mit Schülerinnen und Schülern von Würzburger Schulen im Mainfranken Theater und haben diesen Termin in der Vorschau erfasst. Wir freuen uns sehr, dass unter dem Dirigat von unserem Mitglied Jonathan Seers von Richard Wagner das Vorspiel zu "Die Meistersinger von Nürnberg" erklingt, sowie von Ludwig van Beethoven "Konzert für Violine und Orchester in D-Dur op.61" und Antonin Dvoák "Sinfonie Nr. 8 in G-Dur op.88". Im Frühjahr 2004 wurde das Projekt "Ohren auf Orchester in der Schule" ins Leben gerufen. Das Ziel ist hierbei, Jugendlichen den Kontakt zur Musik zu eröffnen sei es ein erstes Kennenlernen klassischer Werke oder auch bestehendes Interesse weiter zu fördern. "Die Musik ist der vollkommenste Typus der Kunst: Sie kann ihr letztes Geheimnis nie enthüllen.", sagte Oscar Wilde. Vielleicht kann nicht das letzte Mysterium der Musik gelüftet werden, aber für alle die, die schon seit längerem ein Orchesterinstrument spielen, bietet sich im Rahmen des Konzertprojektes "Ohren auf in concert" die Möglichkeit, hautnah Einblicke in die Arbeit eines Orchestermusikers zu erhalten. Wir freuen uns sehr, dass unsere Würzburger Philharmoniker weiterhin dieses Konzertprojekt pflegen, damit auch Schülerinnen und Schüler von der gemeinsamen Arbeit profitieren. Man kann wie jedes Jahr auf das Ergebnis sehr gespannt sein. Violine: Tobias Feldmann.
Festlicher Abend Musikhochschule Würzburg 20.06.2010 19 Uhr
unter Schirmherrin Frau Landtagspräsidentin Barbara Stamm
Um Aufmerksamkeit bittet das Benefizkonzert zum 40. Geburtstag des Zentrums für Körperbehinderte Würzburg-Heuchelhof mit den berühmten "Blechschaden" Blechbläsern der Münchner Philharmoniker unter Leitung von Bob Ross.
Unser Mitglied Frau Landtagspräsidentin Barbara Stamm hören Sie auch als Festrednerin und das Projekt ist es wert, unterstützt zu werden und dabei ein hochqualifiziertes, aber auch heiteres Konzert zu erleben.
Kaisersaal Würzburger Residenz Samstag 24.07.2010 20 Uhr
Hier gibt es auf Wunsch der Stadt eine Änderung der Zeit auf 20 Uhr. Wir bringen dieses Konzert der "Jungen Musikerstiftung Bayreuth" noch einmal in Erinnerung mit dem durch KS Manfred Jung wunderbar zusammengestellten musikalischen Programm. In Anbetracht der Nachwuchsförderung der geringe Kartenpreis von € 20,-. Die über unseren Verband bestellten Karten werden entsprechend fakturiert und rechtzeitig vorab zugesandt.
Überraschung? Samstag 11.12.2010 20 Uhr
Auch hier gibt es eine Zeitverschiebung für unsere Veranstaltung mit dem Mainfranken Theater Würzburg. Details wollen wir Ihnen erst verraten, wenn das gesamte Programm zusammengestellt ist. Aber Sie dürfen sich heute schon auf diesen Abend freuen - und wir wiederholen gerne, wie schon im letzten Rundschreiben erwähnt: Auch in einer Zeit wandelnder Werte stellen wir unter Beweis, dass wir jeden Augenblick unseres Lebens lieben und dankbar sind für Begegnungen.
Was ist Werktreue? unser Thema mit Herrn Dr. Peter Brenner
am 05.05.2010 im Toscana-Saal der Würzburger Residenz
In der Begrüßung zitierte ich den von uns sehr geschätzten Prof. Joachim Kaiser, der in diesem Jahr auch das Würzburger Mozartfest eröffnet und der am 12.08.2009 in einem Artikel zum Thema Werktreue in der Süddeutschen Zeitung in der Unterzeile schrieb: "Die Freiheit zur originellen Vergegenwärtigung muss sich mit der Demut vor den großen Werken verbinden." Dabei ist Bezug genommen auf den alten Fritz Kortner, der einmal grimmig geknurrt haben soll: "Werktreue ist Faulheit." Prof. Joachim Kaiser meinte, er war gewiss im Recht, denn passive unleidenschaftliche fantasielose Werktreue grenzt an Trägheit. Wenn aber unsere Bühnen sich nicht dazu bereit finden können oder wollen, Demut vor großen Texten, ihrem Stil und ihrer Ferne produktiv zu verbinden, mit origineller Vergegenwärtigungsfreiheit, dann verschwindet hier zu Lande allmählich eine liebenswerte Tradition, da die Opernbühnen im vom Internet und TV beherrschten 21. Jahrhundert ohnehin heftig ums Überleben kämpfen müssen.
Dr. Brenner rief uns u. a. ins Gedächtnis, wie schwierig es ist, ein Werk wirklich zu kennen. Mangelhafte Kenntnis oder gar Unkenntnis des Werkes könnten auf Seiten des Publikums dazu führen, dass eine Inszenierung abgelehnt wird, obwohl sie dem Willen der Autoren im Grunde gerecht wird, nur vielleicht in einer neuartigen, ungewohnten Form. Mangelhafte Kenntnis oder Unkenntnis des Werkes auf Seiten der Interpreten kann dazu führen, dass sie nicht mehr auf seinem Boden stehen, sich von ihm entfernen und auf Irrwege geraten. Nach vielen interessanten Ausführungen und nach einem Schlusszitat von Bert Brecht, dem sicher niemand nachsagen wird, konservativ oder reaktionär gewesen zu sein, endete Herr Dr. Brenner mit den Worten: Insofern gibt es wohl doch eine Werktreue, die aber nicht im Erfüllen des Buchstabens, sondern im Aufspüren des Geistes besteht. Und es gibt eine Werk-Untreue, die zur Beschädigung und Zerstörung des Werkes führen kann. Ein aufmerksames Publikum bedankte sich im voll besetzten Toscana-Saal bei Herrn Dr. Brenner für seine Ausführungen.
Zum guten Schluss und zum Schmunzeln von Abraham Lincoln:
Halte dir jeden Tag dreißig Minuten für deine Sorgen frei,
und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.
Bis zu unserer nächsten Begegnung
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben Februar 2010
(26.02.2010)
"Die einzige Art, das Leben zu meistern, besteht darin, es zu lieben." Georges Bernanos
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
eingebunden in den überlasteten Alltag geht es sicher vielen von Ihnen genauso. Es fängt mit der Erkenntnis an, eben hatten wir noch den Rückblick auf 2009, haben den Jahreswechsel gefeiert und schon sind wir mitten im zweiten Monat des Jahres 2010. Das Zukünftige ist noch ungewiss und nichts muss so sein, wie wir glauben, dass es sein wird.
Das Schicksal mischt immer fleißig mit und bewahrt uns nicht vor Überraschungen. Der hin und wieder geäußerte Wunsch Zeit verweile doch geht nicht in Erfüllung. Was aber in Erfüllung gehen soll, sind die verspäteten guten Wünsche Ihres Vorstandsteams für das Jahr 2010. Dazu Gesundheit und möglichst viel Freude an allen Tagen sowie Zuversicht und Hoffnung für das Innehalten mit Zeit für Muße!
Mitgliederversammlung
Am 27.11.2009 gab es unsere Mitgliederversammlung im wunderschönen Toscana-Saal der Würzburger Residenz. Damit alle Mitglieder einen Überblick über den Versammlungsinhalt bekommen, in der Anlage das von unserem Schriftführer Prof. Dr. Cisek erstellte Protokoll.
Die Teilnehmerzahl bei der Mitgliederversammlung bestätigte leider wie in all den vorangegangenen Jahren, dass ein sehr großes Interesse an Regularien nicht besteht. Dafür war anschließend der Toscana-Saal bis auf den letzten Platz besetzt beim Liederabend mit der "Winterreise" von Franz Schubert, vorgetragen von Julian Orlishausen. Hierzu erhalten Sie auch die Kritik aus der Main-Post Würzburg. Alle Mitglieder und Gäste waren des Lobes voll. Wir versuchen Julian Orlishausen wieder zu hören als Marcello in "La Boheme" bei unserer Opernfahrt nach Chemnitz am 16.05.2010. An dieser Stelle noch einmal großer Dank an Julian Orlishausen und an seinen wunderbaren Begleiter Gerold Huber.
Stipendienvergabe für das Jahr 2010
14 Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbandes Würzburg-Unterfranken e.V. haben 2010 das große Glück, die Bayreuther Festspiele und die Aufführungen "Meistersinger", "Lohengrin" und "Parsifal" zu besuchen mit dem zusätzlich gebotenen Betreuungsprogramm. Von uns werden die Stipendiaten zur Vorbereitung auf dieses große Ereignis ausgestattet mit entsprechendem Einführungsmaterial wie Textbücher, CD/DVD und entsprechender Literatur. Denn wie sagte der unvergessene August Everding so treffend: Es ist schön in die Oper zu gehen, aber es ist viel besser, gut vorbereitet in die Oper zu gehen. Aufgrund unserer finanziellen Ausstattung und Möglichkeit konnten wir dem Richard-Wagner-Verband Bamberg den Gefallen erweisen und eine von dort hochqualifizierte Stipendiatin finanziell mit übernehmen durch Zahlung der entsprechenden Summe an die Stipendienstiftung Bayreuth.
Vortrag Dr. Peter Brenner Toscana-Saal Würzburger Residenz 05.05.10 - 19 Uhr
Es ist uns eine große Freude, dass wir diese Veranstaltung ankündigen dürfen. Herr Dr. Peter Brenner ist nicht nur Träger vieler kultureller Auszeichnungen, sondern er inszenierte bei den Salzburger Festspielen und den Osterfestspielen, der Bayerischen und der Hamburgischen Staatsoper und der Deutschen Oper am Rhein, der Kölner Oper und viele mehr. Uns ist er in Erinnerung von Nürnberg durch "Tristan und Isolde" und die Arbeit mit weltberühmten Dirigenten, u. a. mit unseren Ehrenmitgliedern Christian Thielemann und Prof. Wolfgang Sawallisch.
Von Herrn Dr. Brenner hören wir den Vortrag "Was ist Werktreue?" Wir hoffen, dass der Leiter der Würzburger Opernschule Prof. Klembt und Prof. Dr. Konrad vom Musikwissenschaftlichen Institut mit vielen Studenten an dieser Veranstaltung teilnehmen. Der Eintritt für unsere Mitglieder ist kostenfrei, so dass wir uns auf Ihre Anmeldung freuen, damit wir eine entsprechende Übersicht bekommen.
Kaisersaal Würzburger Residenz Samstag 24.07.2010 19.30 Uhr
Manfred Jung, viele Jahre auf der Bühne der Bayreuther Festspiele zu hören, ist zwischenzeitlich künstlerischer Leiter der Jungen Musiker Stiftung Bayreuth, die 2006 in der Schweiz/Liechtenstein gegründet wurde, um junge Musiker und Sänger zu fördern. Ab 2007 ermöglicht diese Stiftung alle zwei Jahre die Teilnahme am Cantilena Gesangswettbewerb in Bayreuth, wobei jährlich Meisterkurse und Stipendien für Sängerinnen und Sänger angeboten werden. Manfred Jung ist es gelungen, zum obigen Termin den Kaisersaal der Würzburger Residenz zu buchen. Weil nicht nur unser R.-W.-Verband sondern auch die "Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung" Nachwuchs fördern, wurde den Mitgliedern unseres Verbandes die Möglichkeit eingeräumt, dieses Konzert im Kaisersaal bei dem geringen Kostenanteil von € 20,- zu besuchen. Auch hier ist die Anmeldung unbedingt erforderlich, da die Plätze für den Verband reserviert werden.
Überraschung? bitte Terminnotierung Samstag, 11.12.2010 18 Uhr
An diesem Tag wollen wir alle Mitglieder und Freunde unseres Verbandes ins Mainfranken Theater Würzburg einladen, wobei wir Ihnen noch nicht den Anlass und das Programm bekannt geben. Freuen Sie sich mit uns auf diesen Abend, denn wir wollen unter Beweis stellen, dass wir jeden Augenblick unseres Lebens lieben und dies bewahren, auch in dieser Zeit sich wandelnder Werte.
Zum guten Schluss
Bleiben Sie uns wohl gesonnen, geben Sie uns Anregungen, wenn Sie Wünsche haben, was in der Führung Ihres Verbandes, im Einsatz von Mitteln, in der Förderung oder in der Abwicklung geändert werden sollte. Wir sind dankbar für diese Hinweise und sehen das als positive Mitarbeit. Noch einmal auch der Appell zur Werbung neuer Mitglieder, die als Mäzene eines Förderverbandes mit großer Tradition mit dem geringen Jahresbeitrag von € 30,- Ziele und Zweck unseres Verbandes unterstützen.
Bis zum Wiederhören und zum Wiedersehen mit freundlichen Grüßen aus der Münzstraße
Ihre
Margot Müller
1. Vorsitzende
Schmerzlich-schöne Winterreise - Julian Orlishausen / Gerold Huber
(04.12.2009)
Main-Post Würzburg 04. Dezember 2009
Schmerzlich-schöne Winterreise
Konzert des Richard-Wagner-Verbandes Würzburg-Unterfranken e.V. im Toscanasaal
Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Toscanasaal der Würzburger Residenz. Eingeladen hatte der Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken nach seiner turnusgemäßen Mitgliederversammlung zu einem Konzert der Extraklasse.
Das zeigt, wie sinnvoll der von Margot Müller geführte Wagner-Verband - der weltweit größte! - seine Spenden einsetzt und damit vielversprechende Talente fördert.
Denn im Mittelpunkt des Abends stand der junge Bariton Julian Orlishausen. Er war Stipendiat des Verbands, studierte in Würzburg und brillierte letztes Jahr als Don Giovanni auf der Opernbühne der Bibrastraße. Dies ebnete ihm den Weg an große Häuser und zu Konzertverpflichtungen im In- und Ausland. Nun sang er in Würzburg den berühmten Zyklus "Die Winterreise" von Franz Schubert. Die 24 Lieder des Wanderers sind eher ein Abschiedsgesang an die Welt, dunkel, melancholisch, trostlos eigentlich nichts für einen blendend aussehenden Sänger mit großer, reich bemittelter Stimme am Anfang seiner Karriere.
Trotziges Aufbäumen
Doch Orlishausen gestaltete den Liedzyklus wie ein trotziges Aufbäumen gegen Resignation und Lebensangst. Ein geschickter Zugang. Kein Wunder, denn einstudiert hatte das Ganze ein Schubert-Experte, Gerold Huber, ein überragender Pianist, der schon Diana Damrau und Christian Gerhaher zu preisgekrönten Auftritten geführt hatte. So verstärkte das Klavier manche Textaussagen eindrucksvoll, untermalte Naturschilderungen lebendig und faszinierte derart, dass manche Zuhörer nicht mehr so auf den Sänger hörten. Doch der besitzt eine herrlich volle, stets unangestrengt, nie hart klingende Stimme, konnte die Höhesanft schweben lassen, mit Macht auftrumpfen oder auch ganz schlicht formulieren. Höhepunkte waren der bekannte "Lindenbaum" (Am Brunnen vor dem Torl), ein Meisterstück feinster Gestaltung, der fröhlich beginnende "Frühlingstraum" oder der "Leiermann", der ohne Hoffnung endet. Einhellige Begeisterung, langer Beifall. Da strahlte auch der wiedergewählte Vorstand des Verbands mit seinen über 2000 Mitgliedern. Denn mit der gut gefüllten Spendenkasse können weiter Projekte und Talente wie Orlishausen gefördert werden.
Renate Freyeisen
Rundschreiben September 2009
(08.09.2009)
Foto: Ritter / Nordbayerischer Kurier
Via Litfaßsäule gratulierte die Stadt Bayreuth.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
unser Ehrenmitglied Wolfgang Wagner feierte im Kreis der Familie seinen 90. Geburtstag. Mehr als ein halbes Jahrhundert lenkte er die Bayreuther Festspiele und widmete fast sein ganzes Leben dem Erbe des berühmten Großvaters, denn: "Nicht im Erreichten liegt das in die Zukunft Weisende dessen, was Bayreuth ist, sondern, nach Richard Wagner, im Ringen um das Unmögliche." So Wolfgang Wagner im letzten Artikel seines Buches >Lebens-Akte<. Wolfgang Wagner hat die Bayreuther Festspiele zukunftsfähig gemacht. Daneben lag sein großer Verdienst in der finanziellen Stabilisierung der Festspiele. Nach 57 Jahren als dienstältester Intendant fiel für Wolfgang Wagner 2008 der letzte Vorhang. Der Chef des renommiertesten Opernhauses der Welt, mit viel Mut zur Erneuerung, hatte es am Ende seiner Ära in der 132jährigen Geschichte der Festspiele geschafft, die Nachfolge in seinem Sinne zu regeln. So konnten nach dem letzten Akt von "Tristan und Isolde" und nach einem vom Maestro Peter Schneider hoch emotionalen "Liebestod" die 98. Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele die ersten unter der Leitung von Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner am 28.08.2009 nach einer rundum positiven Bilanz enden.
Ich durfte Wolfgang Wagner persönlich gratulieren und auch die guten Wünsche der Mitglieder unseres Richard-Wagner-Verbandes Würzburg-Unterfranken überbringen. Es war eine beglückende halbe Stunde mit Wolfgang Wagner allein, um Erinnerungen auszutauschen an viele Kontakte unserer jahrzehntelangen Freundschaft, auch an unsere gemeinsamen Fahrten zu Kuratoriumssitzungen und Gedankenaustausch, für den ich dankbar bin für all das, was ich lernen durfte. Auch bei diesem Besuch bestätigten sich seine Worte zu seiner früheren Feststellung, die ich mit in meinen Alltag nahm: "Ich ruhe in mir selbst". Wir danken diesem letzten Patriarchen des Grünen Hügels in großer Verehrung und Zuneigung und in der Hoffnung, dass möglichst viele der zu diesem Geburtstag eingehenden Wünsche in Erfüllung gehen. Mit einem Bocksbeutelgruß (auf der Rückseite das Festspielhaus) wurden auf dem Geburtstagstisch zwei große WW aufgebaut.
Wolfgang Wagner lt. Nordbayerischem Kurier: Ehrlich, kantig, unverwechselbar, charmant wo angebracht und immer ein geschickter Kaufmann mit List und Durchsetzungsvermögen hat viel erreicht.
Unter seiner Leitung entstanden mehr als 1.700 Aufführungen im Festspielhaus, neben 12 eigenen Inszenierungen und dem Mut, die Festspiele für Regisseure von außen zu öffnen. Er holte ab 1972 u.a. Götz Friedrich, Patrice Chéreau, Harry Kupfer, Heiner Müller, Christoph Schlingensief auf den Grünen Hügel. Durch die besondere Atmosphäre in und um das Festspielhaus gewann Wolfgang Wagner seit 1951 alle großen Dirigenten von Hans Knappertsbusch bis Christian Thielemann. Bis heute versammeln sich im Sommer renommierte Sänger und Musiker aus aller Welt in Bayreuth - und das zu deutlich niedrigeren Gagen als anderswo üblich.
Richard Wagner für Kinder "Holländer" 2009 "Tannhäuser" 2010
Die Resonanz auf die 1. Kinderoper auf dem Grünen Hügel war unglaublich, und die bei den 10 Vorstellungen anwesenden Kinder waren begeistert. Das von Katharina Wagner ins Leben gerufene Projekt "Richard Wagner für Kinder" war nicht nur ein besonderer Höhepunkt des Premieren-Tages und somit des viel beachteten offiziellen Auftakts der neuen Festspielleitung, sondern vor allen Dingen ein großer Erfolg.
Als Dankeschön auch für große Unterstützung und die positive Rückmeldung von Seiten der Schulen haben sich BF-Medien entschlossen, das Programmheft der Kinderoper als kostenloses Download zur Verfügung zu stellen: www.bayreuther-festspiele.de.
Wir haben mit Begeisterung aus der den "Holländer" unterstützt, und so soll es auch im Jahr 2010 mit € 30.000,- bei der Planung "Tannhäuser für Kinder" sein. An 6 ausgewählten Schulen wird es wieder einen Kostümwettbewerb geben, das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ist in Vorbereitung.
Außer der Kinderoper gab es 2009 noch eine Erneuerung. Jeweils 3 Stunden vor Aufführungsbeginn fanden im Chorsaal inszenierungsbezogene Einführungsvorträge statt, und somit hatte Bayreuth 3 verschiedene Einführungsmöglichkeiten: bei Dr. Sven Friedrich am weihevollen Ort im Haus Wahnfried, bei Stefan Mickisch - Auf 88 Tasten durch die Wagner Welt, und am Grünen Hügel: Hören, was später zu sehen ist.
Vorschau
Durch das Internet www.bayreuther-festspiele.de und den Versand der Bestellscheine ist Ihnen das Programm der Spielfolge 2010 schon bekannt. Mitglieder, die in den nächsten 2 Wochen von Bayreuth nichts gehört haben, melden sich bitte schriftlich mit dem Hinweis der Mitgliedschaft im Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V. im Kartenbüro der Bayreuther Festspiele, Festspielhügel, 95455 Bayreuth, dass Sie keinen Bestellschein erhielten. Neue Mitglieder bitten um Zusendung des Bestellscheines. Zu beachten ist die Rücksendefrist bis spätestens 15.10.2009.
Zum guten Schluss
Nicht nur um das Verständnis für die Werke Richard Wagners zu vertiefen, sondern auch für andere Komponisten, beachten Sie unser breitgefächertes Opernreiseprogramm und die Beilage von unserem Raritätenjäger Stud.-Dir. Helmut Müller. Wir, die wir Musik lieben, versuchen jeden neuen Tag mit Freude zu leben, haben keine Angst vor dem Alter und bereichern durch Begegnungen und Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten unseren Alltag. Das ganz im Sinne der Aussage Franz Kafkas: "Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, schönes zu erkennen, wird nie alt werden." Alles Gute für Sie alle mit Grüßen aus Würzburg und aus der Münzstraße
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben August 2009
(06.08.2009)
"Jeder glückliche Augenblick ist eine Gnade und muss zum Danke stimmen"
Theodor Fontane
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
für mich persönlich gibt es im Jahr 2009 viele Gründe, um Dank zu sagen. Dieser Dank geht an die Anschrift vieler Mitglieder, die mitgeholfen haben, die Schwankungen zwischen Dur- und Moll-Stimmungen im Griff zu behalten. Es war wichtig, sich nicht unterkriegen zu lassen und jeden neuen Tag mit Energie und Lebenslust zu beginnen, auch wenn es manchmal schwer fiel. Aber schon Franz Schubert schrieb: "Wer die Musik liebt, kann nie ganz unglücklich werden." Die Monate lehrten auch ein neues Zeitgefühl und eine bis dahin unbekannte Tagesplanung.
Rückblick: Deutscher Bühnenpreis an unser Mitglied Karl-Heinz Matitschka.
Am 02.04.2009 erhielt Karl-Heinz Matitschka, technischer Direktor der Bayreuther Festspiele, in Frankfurt den deutschen Bühnenpreis in der Kategorie "Technische Realisation". Damit wurde seine Arbeit bei der Neuinszenierung "Parsifal" der Bayreuther Festspiele 2008 gewürdigt, die selbst für Bayreuther Verhältnisse neue Maßstäbe setzte. Wir gratulierten zu dieser hohen Auszeichnung Herrn Matitschka, aber auch den Bayreuther Festspielen.
Richard Wagner für Kinder "Der fliegende Holländer"
Die Bayreuther Festspiele präsentierten in der Saison 2009 erstmals eine eigens für Kinder bearbeitete Fassung eines Werkes von Richard Wagner. Innerhalb des Projektes "Richard Wagner für Kinder" kam in diesem Jahr "Der fliegende Holländer" zur Aufführung. Die Premiere war am 25.07.2009, dem Eröffnungstag der Bayreuther Festspiele, in der zur Kinderoper umgebauten Probebühne IV. Die Produktion, für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren entstand im Rahmen einer Kooperation mit dem Studiengang für Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, einem Gemeinschaftsprojekt mit der "Fair Play Stiftung".
Die musikalische Leitung und die Einrichtung dieser Oper für 19 Musiker in einer Fassung von Alexander Busche übernahm Christoph Ulrich Meier, die Inszenierung lag in Händen von Alvaro Schoeck. Die geplanten 10 Vorstellungen, eine Produktion der BF Medien GmbH, waren kurzfristig ausverkauft. Aufgeschlossen für solche Planungen wurde das Projekt unterstützt von der "Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung".
Bayreuth 2009
Als internationale Festspielstadt steht Bayreuth auch in diesem Sommer wieder im Interesse aller Freunde der Werke von Richard Wagner - und die Anziehungskraft, die diese Festspiele ausüben, ist bis heute ungebrochen, so der Oberbürgermeister Michael Hohl. Die Stadt Bayreuth gewinnt dadurch nicht nur weltweite Ausstrahlung und
Aufmerksamkeit, sie entwickelte stets auch ihre eigene kulturelle Dynamik nach Innen - und beweist dies durch eine beeindruckende Vielfalt begleitender Veranstaltungen, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen, Jahr für Jahr. Bayreuth ist und bleibt vital, jung und weltoffen!
Für Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner ist es der erste Festspielsommer, den es mit seinen vielschichtigen Aufgaben zu bewältigen gilt. Unterstützt von einem eingespielten, loyalen Team, bewährten Solisten und bemerkenswerten Dirigenten, darunter unsere Ehrenmitglieder Christian Thielemann und Prof. Peter Schneider. Als großer Gewinner darf, lt. Main-Post Würzburg vom 03.08.2009, Christian Thielemann gelten, der alle vier "Ring"-Teile eindrucksvoll und präzise dirigierte und seinen Ruf als einer der aktuell führenden Wagner-Dirigenten bestätigte. Auch gesanglich präsentierten sich die Festspiele auf hohem Niveau und ließen von der oft beklagten, angeblichen "Krise des Wagner-Gesangs" nicht viel spüren. Wir erleben auch Jahr für Jahr, wie unser Ehrenmitglied Chordirektor Eberhard Friedrich aus 134 Einzelsängern ein Instrument formt und in Handarbeit ein Klangwunder zaubert. Lt. Nordbayerischem Kurier vom 30.07.2009 stehen ihm dazu ein kleiner grüner Bleistift, ein hölzernes Notenpult, darauf gut 500 Seiten Partitur, gebunden in 3 Büchern, wie bei der "Meistersinger"-Probe zur Verfügung. Eberhard Friedrich im 10. Sommer Chordirektor, als Nachfolger von unserem Ehrenmitglied Norbert Balatsch, arbeitet in taktvoller Feinarbeit mit diesem Weltklassechor, bei dem die Zuhörer oft Gänsehaut spüren. In solchen Momenten möchte man das Leben umarmen, dankbar für jeden neuen Tag und jedes Musikerlebnis. Schon 1990 spannten wir mit der Mitgliedsnummer 1.000 den Bogen vom Chordirektor von Bayreuth nach Würzburg, denn hier in unserer Stadt begann Richard Wagner 1833/34 seine Sendung am Theater. "Erst 20 Jahre alt, aber er hatte es geschafft: seine erste große Opernpartitur lag fertig geschrieben in drei starken Bänden vor. Es war grad Mittag um 12 Uhr, und es läuteten von allen Türmen die Glocken, als ich das Finis darunter schrieb! Laudetur Deus, fügte er noch hinzu, Gelobet sei Gott. Zur Ehre Würzburgs muss gesagt werden: so festlich wie in dieser barock-katholischen Stadt, mit Glockenklang und Gotteslob hat Wagner später niemals mehr eine Partitur beenden können." (Dr. Oswald Georg Bauer "Richard Wagner in Würzburg", Imhof Verlag 2004).
Nun sind die 98. Richard-Wagner-Festspiele in vollem Gange und viele unserer Mitglieder dürfen Bayreuth erleben. Stimmen Sie sich ein oder lesen Sie nach im repräsentativen Text/Bildband "Das Richard Wagner Festspielhaus Bayreuth", der Lust macht auf Bayreuth und auf Richard Wagner. Auch gut geeignet als Geschenk, denn Jens Willebrand hat das Haus von oben bis unten unter die Lupe genommen und zeigt überraschende Einblicke und Perspektiven.
Zum guten Schluss
Wenigen ist es gelungen, Musik mit solch herrlichen Worten zu beschreiben, wie sie der junge Richard Wagner in der Novelle "Ein glücklicher Abend" findet: "Das, was die Musik ausspricht, ist ewig, unendlich und ideal. Jeder soll und kann nach seiner Kraft, seiner Fähigkeit und seiner Stimmung aus ihr genießen, was er zu genießen und zu empfinden fähig ist!"
Ihnen allen eine schöne Sommer- und Festspielzeit, dazu Vorfreude auf unsere Begegnungen in der nächsten Opernreisezeit der Spielpläne 2009 / 2010.
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben Februar 2009
(21.02.2009)
Die einzige Art, das Leben zu meistern, besteht darin, es zu lieben. Georges Bernanos
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
bei den Höhen und Tiefen im Alltag, bei den guten Vorsätzen zum Jahreswechsel und auch als Motivation für jeden neuen Tag haben wir sicher alle schon versucht, den Sinn der obigen Zeilen umzusetzen. Mit etwas Verspätung: Alle guten Wünsche für das Jahr 2009, Gesundheit, unser höchstes Gut, und uns viele harmonische Begegnungen! Es hat sich in Würzburg rasch herumgesprochen, dass für mich persönlich das neue Jahr nicht so gut begann. Sich selbst keiner Schuld bewusst, ist es schwer zu akzeptieren, dass einfach so aus heiterem Himmel im Schlaf der Oberarm bricht. Ich hatte wieder zu lernen, was in der Hektik der Tage oft vergessen wird: Demut, wissend, dass wir in unserer Wichtigwichtig-Gesellschaft oft gegen dieses Gefühl sündigen.
Außerordentliche Haupt- u. Delegiertenversammlung 20.02.09 Bayreuth
Unser 2. Vorsitzender Herr Prof. Dr. Gay und unser Schriftführer Herr Prof. Dr. Cisek nahmen an der Sitzung teil. Es ging um die Erläuterungen zum Verschmelzungsvertrag durch den Bayreuther Notar und die Zusammenführung der beteiligten Vereine Richard-Wagner-Verband International e.V. mit Sitz in Bayreuth und dem Richard-Wagner-Verband e.V. ebenfalls mit Sitz in Bayreuth. Der Verschmelzungsvertrag mit der notwendigen Satzungsänderung bedarf zu seiner endgültigen Wirksamkeit noch der Zustimmung der Mitgliederversammlung aller beteiligten Vereine in notarieller Form. Dies wird beim Internationalen Richard-Wagner-Kongress in Dresden 14.-17.05.09 erfolgen. Bei dieser Tagung gilt es auch zu würdigen: Das Jubiläum 100 Jahre Richard-Wagner-Verband.
Angewandte Nachwuchsförderung auf höchstem Niveau
Der Name Monteverdi steht weltweit für Chorgesang der Extraklasse. Im vergangenen Jahr mit der Kulturmedaille der Stadt Würzburg ausgezeichnet, ist der Monteverdichor Würzburg in Fachkreisen sehr geschätzt und von den Medien hoch gelobt worden.
Unser Richard-Wagner-Verband unterstützte die beiden Konzerte am 07.02.2009 und 08.02.2009 mit der Mainphilharmonie unter der Leitung von unserem Mitglied Matthias Beckert in der Neubaukirche in Würzburg. Es war ein außergewöhnliches Konzertereignis! Auf höchstem Niveau erklangen Francis Poulencs berühmtes "Gloria" und William Waltons "Belshazzar´s Feast". Die Meisterwerke begeisterten an beiden Tagen.
Als glanzvoller Höhepunkt im Händel-Jahr 2009 führt der Monteverdichor am 23.05.2009 und 24.05.2009 Händels berühmtes Oratorium "Israel in Egypt" erstmalig in Würzburg auf historischen Instrumenten auf. Dieses Werk zählt auch aufgrund des großen Anteils an Chören zu den beliebtesten Oratorien Händels. Die "Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung" sowie unser Verband sagten finanzielle Unterstützung zu.
Wir danken GMD Prof. Peter Schneider für die Mitgliedschaft in unserem Verband.
Wir kennen und schätzen uns über Jahrzehnte aus privaten Begegnungen, aus der Münchner Zeit, und wir verfolgten immer mit Interesse die Auszeichnungen für Prof. Peter Schneider. Die renommiertesten Orchester dieser Welt folgten seinem Takt in Wien, München, Hamburg und Berlin, sowie auch in Paris, London, Barcelona, Madrid, Zürich, New York, San Francisco und Tokio. Viermal in Folge wurde Prof. Peter Schneider von einer Kritiker-Jury in Barcelona zum "besten Dirigenten des Jahres" gewählt. Er erhielt neben dem bayerischen Verdienstorden das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst und zählt zu den Ehrenmitgliedern der Wiener Staatsoper.
Wir sind dankbar für diese Mitgliedschaft und freuen uns, dass wir Prof. Peter Schneider auch im Festspielsommer 2009 beim Dirigat von "Tristan und Isolde" hören u.a. mit Robert Dean Smith, der uns allen noch unvergesslich durch seinen Auftritt in Würzburg anlässlich der glanzvollen Wagner-Gala-Abende am 16. und 17. Oktober 2008 in Erinnerung ist.
Stipendienvergabe Festspielsommer
Auch für den Festspielsommer 2009 bekamen wir, der weltweit mitgliederstärkste aller Richard-Wagner-Verbände, von der Stipendienstiftung Bayreuth 12 Anträge, um diese an förderungswürdigen Nachwuchs zu vergeben. Von vielen Mitgliedern beneidet, dürfen unsere Stipendiaten den "Ring des Nibelungen", in der Inszenierung von Tankred Dorst und unter der musikalischen Leitung von unserem Mitglied Christian Thielemann erleben.
Die Vergabe der Anträge erfolgte an das Mainfranken Theater, die Hochschule für Musik, das Staatstheater Meiningen, über den Bayreuth-Sänger Ralf Lukas, den Sie auch in Würzburg hören durften, und über Berlin. Nach der Genehmigung teilen wir Ihnen im nächsten Rundschreiben die Namen der Glücklichen mit.
Das Engagement innerhalb der Stipendienstiftung ist gewiss die wichtigste und schönste Aufgabe, der sich die Mitglieder aller Richard-Wagner-Verbände widmen.
Wagner für Kinder Künstlerhaus Spiekeroog 06.04. 09.04.09
Richard Wagners berühmte Opernwerke sind nicht nur etwas für erwachsene Musikliebhaber sondern auch für junge Musikentdecker. Dies stellt Katharina Wagner, die Urenkelin Richard Wagners, in ihrem kreativen Kinder-Workshop im Künstlerhaus Spiekeroog unter Beweis. Sie führt junge Menschen in die Welt von Richard Wagners "Ring" ein und vermittelt kreativ das szenisch-musikalische Bühnenbild. Wir wünschen dieser Planung viel Erfolg! Für diese Aktivitäten haben wir immer ein offenes Ohr!
Die Presse bestätigt Katharina Wagner eine schier unbezähmbare inszenatorische Fantasie und die große Fähigkeit suggestiver Bilder.
Machen Sie anderen eine Freude:
Verschenken Sie einen Geschenk-Gutschein für eine Mitgliedschaft im Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V. Wir stellen gerne Geschenk-Gutscheine aus. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied, das Ziele und Zweck unseres Verbandes unterstützt.
Sie wissen: Mit € 30,- sind Sie Mäzen eines Förderverbandes mit großer Tradition. Der Jahresbeitrag ist voll steuerlich abzugsfähig. Für das Finanzamt genügt die Kopie des Kontoauszuges. Dies gilt für Zahlungen bis € 100,-. Für Spenden, die diesen Betrag übersteigen, erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Bei dieser Gelegenheit danken wir für teilweise großzügige Unterstützung. (Die Bestätigungen folgen in Kürze.)
Zum guten Schluss
Nach langer Pause freue ich mich ganz besonders auf unsere nächste Begegnung. Ein Sprichwort aus Großbritannien sagt: "Nichts ist so schön wie ein Lächeln und nichts gibt mehr Kraft für die Stürme des Lebens". An dieser Stelle noch einmal danke für gute Wünsche, spürbare Zuneigung, Aufmerksamkeiten und Blumen. Es tut gut zu lesen und zu hören, dass ich vermisst werde! Auch das trägt zur raschen Gesundung bei. Ansonsten wissen wir alle: Das Jahr 2009 bringt Veränderungen und Anpassungen. Schwierige Zeiten erfordern konzentrierten Einsatz bei allen Aufgaben, zu denen "Ja" gesagt wurde, als Bereicherung des Lebens.
Auf eine gute Zeit
Ihre
Margot Müller
Mit dem GMD Jonathan Seers, der seit 1990 mit seiner Frau Carmen Fuggiss, Mitglied unseres Verbandes ist, verbinden uns nicht nur während seiner Würzburger Tätigkeit viele angenehme Kontakte. Er bat uns, anlässlich unseres Rundschreibens um Beilage seines persönlichen Briefes an die Mitglieder unseres Verbandes.
Rundschreiben September 2008
(02.09.2008)
Foto: Bayreuther Anzeiger / Stephan Müller
Dieses Rundschreiben ist unserem einzigartigen Festspielleiter Wolfgang Wagner gewidmet, dessen Herzenswunsch am 01.09.2008 - 16 Uhr in Erfüllung ging: Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier sind die neuen Festspielleiterinnen.Die Wagner-Schwestern konnten den Stiftungsrat überzeugen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
der letzte Vorhang fiel. Mit "Parsifal" begannen 1951 die Bayreuther Festspiele und mit einer umjubelten "Parsifal" Inszenierung von Stefan Herheim endete am 28.08.2008 die Ära unseres Festspielleiters Wolfgang Wagner, der wie kein anderer 42 Jahre in Eigenverantwortung die Bayreuther Festspiele prägte.
"Ein großer, ja: genialer Theaterleiter" (so Joachim Kaiser) ging von der Bühne.
1.200 Gäste, darunter viele Sänger, Regisseure, Bühnenbildner, Mitarbeiter und Wegbegleiter, folgten der Einladung von Katharina Wagner zur Verabschiedung ihres Vaters aus dem Amt des Festspielleiters, darunter Künstler, die über Jahre zum Team der Festspiele gehörten und um Einsatz und Leistung der Festspielleitung wissen. Es waren bewegende Momente an diesem Vormittag des 28.08.2008 mit stehenden Ovationen - und nicht nur Wolfgang Wagner, auch viele Anwesende kämpften mit den Tränen.
Alle wussten, Wolfgang Wagner lebte wie kein anderer Tugenden vor, wie Pflichtgefühl, Disziplin und Verantwortung bei über 57 Jahren an der Spitze der Bayreuther Festspiele. (siehe Anlage von Stephan Müller).
Statt vieler Reden gab es für den scheidenden Chef ein musikalisches Geschenk von Orchester und Chor mit unseren beiden Ehrenmitgliedern Dirigent Christian Thielemann und Chordirektor Eberhard Friedrich. Es folgten spürbar aus dem Herzen kommende Worte des Pressesprechers Peter Emmerich (diesem Schreiben beigelegt).
Dann kam eine Modenschau besonderer Art, moderiert von Stephan Joeris, mit Original-Kostümen aus den Festspieljahren ab 1951. Bei den Statisten, u.a. Deborah Polaski u. Wolfgang Schmidt in ihren Kostümen von "Rosalie" aus dem "Ring" der Jahre 1994 1999, zwei wunderschön gekleidete "Evchen" aus Wolfgang Wagners "Meistersinger"-Inszenierungen, aus dem "Jahrhundert-"Ring" von Patrice Chéreau (der so treffend über WW formulierte: "Er hat mir vertraut. Immer"), aus dem "Ring" von Harry Kupfer und Schlingensiefs "Kundry", um nur einige zu nennen.
Es kam zum Gedankenaustausch zwischen vielen Künstlern u.a. Theo Adam, Norbert Balatsch, Graham Clark, Siegfried Jerusalem, Manfred Jung, Donald McIntyre, Uta Priew, Matti Salminen, Hans Sotin, Bernd Weikl, Heinz Zednik und vielen anderen, die wir in verschiedenen Rollen im Festspielhaus bewundern durften.
Bewegend war der Abend im Festspielhaus. Als nach den letzten Klängen des "Parsifal" "Höchsten Heiles Wunder: Erlösung dem Erlöser!" und der leuchtenden weißen Taube in der Kuppel der Vorhang fiel und nach ausklingender Ruhe sich erneut der Vorhang für die Künstler öffnete war Wolfgang Wagner unter ihnen! Dann erlebten wir einen Hochachtungs- und Applaussturm einmaliger Art für den scheidenden, großen Theaterleiter, den Vater der Bayreuther Festspiele (so Prof. Dieter Borchmeyer), unseren verehrten Wolfgang Wagner. Später hinter der Bühne folgten dann Abschiedsworte von Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein, der Wolfgang Wagner eine herausragende Persönlichkeit nannte, der den "Mythos Bayreuth neu geschaffen habe". Er fügte hinzu: "Sie haben sich in das Buch der Weltkultur mit großen Lettern eingetragen". Kunstminister Thomas Goppel nannte Wolfgang Wagner einen "wagemutigen Taktiker und pragmatischen Visionär". Danach sang der Festspielchor: "Edler Franke, wir sagen danke".
Eingebunden in den Rückblick bleibt die 40-jährige Unterstützung durch Gudrun Wagner, die kurz vor ihrem Tod am 28.11.2007 den Wunsch äußerte, mit einem Benefizkonzert den Verein "Senocura gemeinsam gegen Brustkrebs" zu unterstützen. Dies wurde von Katharina Wagner am 01.08.2008 umgesetzt. Erstmals haben Musiker des Bayreuther Festspielorchesters ein Open-Air-Konzert gegeben. Rund 30 Blechbläser und Schlagzeuger spielten vor mehr als 1.000 Besuchern Arrangements nach Werken von Richard Wagner (Leitung Sebastian Weigle). Es wurde erfreulicherweise ein Spendenbetrag von € 30.000,- erzielt.
Wolfgang Wagner hat den Generationenwechsel gut vorbereitet, schon seit den Tagen, als wir 2002 die Idee hatten, Katharina Wagner für ihr Regiedebüt nach Würzburg zu holen. Unsere Stadt darf stolz sein, dass Richard Wagner hier seine theatralische Sendung 1833/34 begann, so Oswald Georg Bauer in seinem Buch "Richard Wagner in Würzburg".
Festspielerfahrungen aus über 50 Jahren und später die stille Freundschaft mit Wolfgang Wagner überzeugten mich davon, was in der Familie Wagner geleistet wurde und dass die Leitung in den Händen der Familie bleiben muss. Meine Meinung zu dieser einzigartigen Kultureinrichtung in der Welt habe ich in vielen Diskussionen, auch im Kuratorium, immer wieder vertreten.
Zum 89. Geburtstag unseres Festspielleiters gingen Glückwünsche für Gesundheit, Zufriedenheit und ausgeglichene Tage im neuen Lebensabschnitt nach Bayreuth. Ad multos annos! - Auf viele weitere Jahre!
Zum guten Schluss. Es ist sicher zu spüren: Es geht nichts über die Allmacht einer großen Begeisterung, auch wenn das viel persönlichen Zeiteinsatz fordert!
Ihre
Margot Müller
Gratulation!
Die von mir favorisierte Lösung wurde am 01.09.2008 vom Stiftungsrat abgesegnet. Ich bin sicher, dass sowohl Katharina als auch Eva um die Bürde und Verpflichtung wissen. Es geht nicht um Macht, es geht um das Dienen am Werk, dann bleibt auch das weltweite Interesse an Bayreuth erhalten. Es ist eine große Ehre in die Fußstapfen des Vaters zu treten, und ich zitiere gerne Gerd-Dieter Meier, der im Nordbayerischen Kurier vom 28.08.2008 aus Wolfgang Wagners "Lebens-Akte" anführt: "Nicht im Erreichten liegt das in die Zukunft Weisende dessen, was Bayreuth ist, sondern, nach Richard Wagner, im Ringen um das Unmögliche."
Rundschreiben Juli 2008
(03.07.2008)
Es ist schön,
ohne besonderen Grund dankbar sein zu können, einfach, weil man lebt.
Hans Kruppe
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
die 87. Bayreuther Festspiele beginnen am 25. Juli 2008 mit "Parsifal" - und wir wünschen allen Mitgliedern, die diese Neuinszenierung besuchen dürfen (nachzulesen bei Joachim Kaiser Wege zum Parsifal): "Hohen Respekt, tiefe Bewunderung und sorgfältige Vorbereitungsarbeit hat Wagners "Parsifal" gewiss verdient, dieses langsamste Bühnenstück und Alterswerk der Operngeschichte. Aber nicht pseudo-religiöse Beflissenheit, Rührseligkeit, Geheimniskrämerei. Natürlich birgt das Bühnenweihfestspiel, wie jedes große Kunstwerk, mannigfache Geheimnisse, die sich nicht so leicht durchschauen und benennen lassen. Auf Parsifals Frage: antwortet Gurnemanz schön und tiefsinnig: "
Allen glücklichen Kartenbesitzern der Richard-Wagner-Festspiele wünschen wir beglückende Stunden am Grünen Hügel und viele neue Eindrücke, wissend, welche Faszination von den Werken Richard Wagners ausgeht!
Neu in der über 100-jährigen Geschichte der Bayreuther Festspiele
Am Sonntag, dem 27.07.2008 wird erstmals eine Wagner-Oper live aus dem Festspielhaus übertragen. Bayreuth erwartet bis zu 15.000 Besucher auf dem Volksfestplatz, bei dieser wunderbaren "Öffnung der Festspiele" (so der Kulturreferent von Bayreuth). Bei freiem Eintritt werden die Besucher zwischen 16 und 22.40 Uhr die "Meistersinger" in der Inszenierung von Katharina Wagner genießen. Die Festspielnacht wurde großzügig von Siemens und weiteren Spendern unterstützt.
Ein Traum des Festspiel-Gründers Richard Wagner geht in Erfüllung,
der die Festspiele allen Freunden seiner Kunst zugänglich machen wollte.
"Wagner-Gala" Mainfranken Theater Würzburg 16. und 17. Oktober 2008
Die große Wertschätzung unseres allseits beliebten GMD Jin Wang war Veranlassung, erneut unser Mainfranken Theater und das Philharmonische Orchester für die vorgesehene "Wagner-Gala" zu unterstützen. Unser Richard-Wagner-Verband konnte den vielen Mitgliedern bekannten Tenor Robert Dean Smith gewinnen, der in Bayreuth fast schon alle Tenor-Rollen aus dem Wagner-Fach gesungen hat. Auf dem Programm stehen Auszüge aus "Holländer", "Tannhäuser", "Tristan und Isolde", "Parsifal" und "Lohengrin".
Einführung zu "Tannhäuser" - Matinée 26.04.2009
Auch hier ist es uns gelungen, Detlev Eisinger, der durch seine aktuellen Einführungsvorträge während der Bayreuther Festspiele bekannt ist, zu engagieren, in Vorbereitung zur Premiere "Tannhäuser" am 02.05.2009 in unserem Mainfranken Theater. Diese Inszenierung wird erneut großzügig von unserem Verband mitgetragen. Gerne erinnern wir uns in diesem Zusammenhang an die Ära der Intendanten Dr. Tebbe Harms Kleen und Reinhold Röttger bei Inszenierungen mit breiter Publikumswirkung und den Besuch von vielen Richard-Wagner-Verbänden in Würzburg.
Nehmen Sie Platz. Das gab es noch nie!
Die Bayreuther Festspiele kommen zu Ihnen nach Hause. Richard Wagner für jedermann offen und erschwinglich. Live-Stream der Premiere "Die Meistersinger von Nürnberg" am 27.07.08 um 16 Uhr. Erstmalig haben Sie die Möglichkeit am Computer eine Aufführung der Bayreuther Festspiele Katharina Wagners viel diskutierte Inszenierung - auf der Bayreuther Homepage mitzuverfolgen. Sichern Sie sich eines der Online-Tickets, um am Festspielgeschehen teilzuhaben, zum zeitgleichen Bühnengeschehen, oder wenn Sie andere Termine haben, gilt das auch im Zeitraum vom 27.07. 02.08. Ticket Anforderung unter https://live.bayreuther-festspiele.de/order.html Ticket Preis € 49,00.
6. Internationaler Gesangswettbewerb für Wagnerstimmen
Karlsruhe übernimmt die ehrenvolle Ausrichtung für den nächsten Gesangswettbewerb. Die Ausschreibungsunterlagen sind eingetroffen, Interessenten bitte bei uns melden! Neu in der Ausschreibung "Kategorie A für Sängerinnen und Sänger mit Theater - Erfahrung" oder "Kategorie B für Bewerber die am Ende ihres Studiums stehen". Anmeldeschluss ist der 05.04.2009 (Finale 09.10.2009 siehe Vorschau).
Rückblick Internationaler Richard-Wagner-Kongress Genf
Unter großer Beteiligung von Vorsitzenden aus deutschen und internationalen RW-Verbänden waren Neuwahlen für den RWV und RWVI erforderlich, denn der bisherige Präsident Josef Lienhart, dem die Verbände sehr viel zu verdanken haben, stand nach über 2 Jahrzehnten mit seinem außergewöhnlichen Engagement nicht mehr zur Verfügung. Er verabschiedete sich mit dem Satz: "Es ist mir stets eine Freude gewesen, Sprecher der Organisation zu sein." Würzburg dankt dem scheidenden Präsidenten für die gute Zusammenarbeit und pflegt die Vorfreude auf den geplanten Vortrag in Würzburg (siehe Vorschau). Zur neuen Bundesvorsitzenden des RWV und Präsidentin des RWVI wurde Frau Prof. Eva Märtson / Hannover gewählt (bisher Vorsitzende des Verbandes Hannover und stellvertretende Vorsitzende des RWV und RWVI). Wir gratulieren Frau Prof. Märtson zu dieser Wahl, sowie auch dem neuen Team des Dachverbandes, und wünschen erfolgreiches Wirken.
Genf verwöhnte zahlreiche Kongressteilnehmer mit einem sehr guten Programm und der Premiere "Lohengrin" im Grand Théâtre de Genève. Ein Fest der Stimmen - am Pult die skandinavische Dirigenten-Legende Leif Segerstam, auf der Bühne in ihren Partien auch optisch ansprechende Sänger und Darsteller.
Das ganz besondere Angebot für unsere Mitglieder
In einer Zeit voller Stress und Überlastung ist es besonders wichtig, etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun. So freuen wir uns, dass wir bei unserem Mitglied, dem Direktor des Regena Gesundheitsressort Bad Brückenau, für Sie ein Kennenlern-Angebot vereinbaren konnten, um sich rundum verwöhnen zu lassen. 2 Übernachtungen, Vollpension und uneingeschränkte Nutzung der "Helena Therme" und aller Annehmlichkeiten dieses herausragend geführten Hauses. Lernen Sie das Wohlfühlambiente im Regena kennen, um neue Kräfte, Ruhe und Entspannung zu spüren, zum Inklusiv-Preis von € 199,00 p.P. (Vorab befristetet bis 29.11.2008).
Für unsere Mitglieder ohne eigene Anreisemöglichkeit gibt es einen Bring- und Holservice aus dem Hause Müller.
Zum guten Schluss
Bei allen Mitgliedern bedanke ich mich für Zustimmung und Wohlwollen für unseren Richard-Wagner-Verband. Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Festspiel- und Sommerzeit. Denken Sie bei allen Begegnungen auch immer daran, möglichst neue Mitglieder für den weltweit mitgliederstärksten Verband zu gewinnen. Bleiben Sie fröhlich und gesund, voller Neugierde auf unser Reiseprogramm, um mit Bus Loge der im Sturm alle Winkel der Welt durchstöbert von Haus zu Haus nicht nur Werke von Richard Wagner, sondern auch anderer Komponisten zu erleben. Vergessen wir im Alltagstrubel nie: "Begreifen, was Leben heißt, dankbar sein, dass man lebt und jeder neue Tag wird schön."
In Verbundenheit zu unserem Richard-Wagner-Verband
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben Januar 2008
(09.01.2008)
Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens
Liebe Mitglieder und Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,
in aufrichtiger Anteilnahme trauern wir mit
unserem allseits verehrten Festspielleiter
Wolfgang Wagner und Tochter Katharina
um den großen persönlichen Verlust durch den unvorhergesehenen Tod von
Gudrun Wagner.
* 15. Juni 1944 - t 28. November 2007
Wagner-Freunde weltweit hielten tief betroffen den Atem an, wissend um den Schmerz des endgültigen Abschiedes und um die Unwiederbringlichkeit der so engagierten jahrzehntelangen Mitarbeit der Verstorbenen zum Wohle der Bayreuther Festspiele.
Gudrun Wagner setzte Maßstäbe auch an ihre eigene Person und hinterlässt tiefe Spuren. Sie war in vielen Bereichen eine nicht alltägliche Frau mit herausragenden Eigenschaften. Davon war in vielen Nachrufen zu lesen bei einigen mit schmerzlichem Staunen, dass dies erst nach dem Tod erfolgte - wie so oft auf dieser Welt!
Wir behalten Gudrun Wagner immer in ehrendem Andenken.
Verluste zu ertragen gehört zu unserem Leben, und so trauern wir auch im Rückblick auf das Jahr 2007 um Mitglieder und Persönlichkeiten, die sich um unseren Verband besonders verdient gemacht haben. Dazu gehören Michael Lenz, Mareille Leusser, Stadtrat Rudolf Metzler und Prof. Dr. Karl-Heinz Hillmann (Gedenkveranstaltung der Universität Würzburg/Wittelsbacher Platz am 8.2.2008 im Hörsaal II). Seit Gründung unseres Verbandes sind es nun schon 238 Mitglieder, die uns in die Ewigkeit vorausgegangen sind. Uns bleibt die Dankbarkeit und das Erinnern, dass wir in einem Abschnitt unseres Lebens gemeinsam die Magie der Musik erleben durften.
Unser Festspielleiter Wolfgang Wagner zur Nachwuchsförderung
"Das Engagement innerhalb der Stipendienstiftung ist gewiss die wichtigste und schönste Aufgabe, der sich die Mitglieder des Verbandes widmen. Denn gerade mit dem behutsamen Heranführen junger Menschen an Werk und Wirkung Richard Wagners erfüllt ein Verband ganz Wesentliches und leistet bedeutende Arbeit."
Gerne nennen wir Ihnen unsere Stipendiaten für den Festspielsommer 2008:
Fielder David Mainfranken Theater Würzburg
Grüning Fabienne Hochschule für Musik Frankfurt
Hartog Robert Prof. Marianne Kupfer, Berlin
Kim Ju-Gwon Opernwerkstatt Wiesbaden
Lee Jin-Hee Prof. KS Uta Priew Berlin
Popp Martin Opernschule Würzburg Prof. Klembt
N.N. Staatstheater Meiningen
Schenker-Primus Uwe Mainfranken Theater Würzburg
v. Hindte Dorothea Universität Mainz/Theaterwissenschaft
Wurlitzer Eva-Maria Hochschule für Musik Würzburg
Ersatzantrag: Martin Karl Hochschule für Musik, Wbg.
Ersatzantrag: Weierich Svenja S. Prof. H. Blaschke, Mü
Kulturpreis und Kulturförderpreis für Mitglieder unseres Verbandes
Die international gefragte Sopranistin Diana Damrau, die an der Würzburger Hochschule studierte, 1993 Stipendiatin unseres Verbandes war, seit 2001 zum Ensemble der Salzburger Festspiele gehört und Stammgast ist auf den bekannten Opernbühnen der Welt, erhielt im Oktober 2007 den Kulturpreis Bayern. "Glück, Lernwille und Kontrolle seien die Basis für den Erfolg", sagt sie selbst. Im Juli werden wir Diana im "Rigoletto" in Dresden erleben.
Verena Hemmerlein, 2005 Stipendiatin unseres Verbandes, erhielt im Rahmen der feierlichen Kulturpreisvergabe der Stadt Würzburg im Mainfranken Theater von Frau Oberbürgermeisterin Pia Beckmann den Kulturförderpreis. Als Bühnenbildnerin studierte Verena Hemmerlein an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Karl Kneidl und wurde dessen Meisterschülerin. Sie assistierte u.a. an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Stuttgart, bei der Ruhr Triennale, an der Opéra Nationale du Rhin in Strasbourg und arbeitete mit maßgebenden Regisseuren und Bühnenbildnern. Seit 2003 macht sie mit eigenen Bühnen- und Kostümbildern auf sich aufmerksam. Auch für das Mainfranken Theater lieferte sie Bühnenbilder, so 2003/04, 2007 und 2008 steht das Bühnenbild für den Ballettabend "Virtuosi" an.
Wir gratulieren Diana Damrau und Verena Hemmerlein zu den Auszeichnungen und wünschen weiterhin viel Freude am Einsatz und Erfolg.
Mainfranken Theater Würzburg: Premiere "Der Vampyr" am 29. März 2008
Für diese Oper von Heinrich Marschner hat Richard Wagner seine erste aufgeführte Bühnenkomposition geschrieben. Für seinen Bruder, den Tenor Albert Wagner, schrieb der 20jährige die Arie mit dem Titel "Wie ein schöner Frühlingsmorgen" neu. Nun wird die Oper mit Wagners Musikeinlage nach langer Zeit wieder in Würzburg erklingen. Richard Wagner hat sich aus dem "Vampyr" viele Anregungen geholt. Der Einfluss Marschners ist z.B. in der Ballade der Senta im "Fliegenden Holländer" unschwer festzustellen. In den 20er Jahren verschwand "Der Vampyr" aus den Spielplänen. Lange Zeit als krudes Schauerwerk verkannt, wird das Werk heute wieder aufgeführt, so in den letzten Jahren in Bielefeld, Ulm, München, Hof, Halle und Freiburg. Für jeden Opernliebhaber, aber auch für jeden Wagnerianer, schließt der Besuch von Marschners "Vampyr" eine Lücke in der Kenntnis des romantischen Repertoires und verspricht einen spannenden Opernabend!
2008
Das sausende, brausende Rad der Zeit ist uns allen bewusst, und doch überrascht es immer wieder. Mit der jeweils neuen Jahreszahl wird die gern verdrängte Tatsache der Vergänglichkeit manifest. Wir Menschen sind jede/r für sich auf einer Reise zwischen Geburt und Tod unterwegs. Wenn wir uns dessen zum Jahreswechsel bewusst wurden, neben all den guten Wünschen, Hoffnungen und Erwartungen, fanden wir gewiss einen guten Einstieg in das vor uns liegende große Unbekannte, das Jahr 2008. Der Gesamtvorstand wünscht Ihnen Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.
Zum guten Schluss
Für Sie alle eine gute Zeit und pflegen Sie die Vorfreude auf Begegnungen bei musikalischen Erlebnissen.
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben Oktober 2007
(23.10.2007)
Glücklich machen ist das höchste Glück.
Aber auch dankbar empfangen ist ein Glück.
Theodor Fontane
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
25 Jahre RW-Verband Würzburg-Unterfranken, dazu das Erfolgserlebnis, weltweit der mitgliederstärkste aller Verbände zu sein, waren Veranlassung für den Gesamtvorstand, die Idee von GMD Jin Wang zu unterstützen für die Wagner-Gala-Abende, wobei der Termin 28.09.2007 reserviert war für unsere Mitglieder, mit Ausklang und Treffen im oberen Foyer bei der Büste von Richard Wagner, der Dauerleihgabe unseres Verbandes an das Mainfranken Theater.
Dem hochmotivierten, verstärkten Philharmonischen Orchester, GMD Jin Wang und den Sängern Brigitte Wohlfarth, Alfons Eberz und Ralf Lukas ist ein für Würzburg außergewöhnliches Erlebnis zu verdanken.
Die Rheintöchter aus der Hochschule für Musik waren nicht nur hübsch und sangen gut, sondern sie bestätigten auch Ziel und Zweck unseres Verbandes, den künstlerischen Nachwuchs zu fördern.
Alle Kraftanstrengungen nach intensiven Vorgesprächen haben sich gelohnt! Ein besonderer Dank dem Intendanten Prof. Schneider für die anerkennenden Worte zu unserer nun schon über Jahrzehnte gehenden Unterstützung des Mainfranken Theaters und der Kultur unserer Stadt. Dank auch für die übermittelten Worte der Gratulation aus Bayreuth, die wir gerne auch den Mitgliedern weitergeben, denen es nicht möglich war, bei uns zu sein.
An den
Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V.
zum 25. Jahrestag seiner Gründung
Verehrte, liebe Freundinnen und Freunde des Wagner-Verbandes,
als Sie vor 25 Jahren übrigens am Geburtstag Franz Liszts Ihren Verband gründeten, konnten Sie gewiss nicht ahnen, dass er heute der mitgliederstärkste Einzelverband weltweit ist. Allein dies ist ein Rekord, dem Anerkennung und Respekt zu zollen sind und der Glückwünsche verdient. Aber darüber hinaus ist Ihr Engagement für alle Belange des Verbands sowie für das kulturelle Leben in Würzburg beispielhaft. Dank der ebenso energischen wie liebevollen Führung durch Margot Müller, die unermüdlich für "ihren" Verband tätig ist, dürften diese 25 Jahre doppelt oder dreifach zählen, denn sie alle zusammen haben weitaus mehr erreicht als andere in ungleich längerer Zeit. Meine Frau und ich, unsere Tochter Katharina, die ja ihre Laufbahn als Regisseurin am Theater Würzburg begann, aber ebenso die Belegschaft der Bayreuther Festspiele gratulieren Ihnen sehr herzlich zum Jubiläum und wünschen Ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute, Elan, viel Erfolg und Zufriedenheit bei allem, was Sie tun. Wir hoffen, Ihr Verband wird weiterhin so blühen wie bisher. Ganz in diesem Sinne gilt Ihnen allen unser Gruß: Ad multos annos!
Wolfgang Wagner
Wir danken dem Festspielleiter, unserem allseits verehrten, lieben Wolfgang Wagner und dem Bayreuther Team für diese Gratulation, aber auch unserem Ehrenmitglied, Frau Verena Lafferentz-Wagner, für ihre Anwesenheit. Sie ist eine liebenswerte Repräsentantin des Hauses Wagner, trotz weiter Anreise da und dort präsent und immer herzlich willkommen bei allen Verbänden. Dank auch dem Präsidenten des Internationalen Richard-Wagner-Verbandes, Josef Lienhart, für seine anerkennende Zusammenfassung. Wie bei meiner Begrüßung zum Ausdruck gebracht: Zu verdanken haben wir den Erfolg einem guten Vorstandsteam! Dabei denke ich auch an unsere Gründungsmitglieder, die diese Entwicklung nicht mehr miterleben konnten, an Herbert Hillmann, Dr. Robert Meixner und Prof. Peter Hollfelder. Aber auch jedem einzelnen unserer Mitglieder gilt ganz besonderer Dank für Wohlwollen, Begeisterungsfähigkeit und Unterstützung bei Weiterempfehlung, denn schon aufgrund der Altersstruktur sind wir auf immer wieder neue Mitglieder angewiesen, die mit dem geringen Jahresbeitrag von € 30,00 Ziele und Zweck unseres Verbandes unterstützen.
"Wem so viel Gutes widerfährt"
Nach den nicht enden wollenden Ovationen am letzten Wagner-Abend und dem anschließenden Beisammensein mit Sänger- und Intendanzteam, auch zur Abrundung der so zahlreich eingegangenen Geburtstagspost, bekam ich auf hohem sängerischen Niveau ein Ständchen, das ich in dieser Form sicher nicht wieder hören werde. Ich nutze diese Gelegenheit, mich zu bedanken für die vielen guten Wünsche, die wie ein großer bunter Blumenteppich ausgebreitet wurden. Mögen alle in Erfüllung gehen, für Gesundheit und den knallharten Automobilalltag, aber auch für die beglückenden Mußestunden beim Einsatz für den Verband. Arbeit, die man gerne tut, erhöht die eigene Lebensfreude in der Hoffnung, dass dies noch lange möglich ist.
Gratulation an unsere Mitglieder Christian Kabitz und Matthias Beckert.
Den großen Preis der Karl Richter Gedächtnisstiftung erhielt am 19.10.2007 Christian Kabitz, allseits bekannt als Leiter des Bach-Chors und des Bach-Orchesters Würzburg sowie durch seine musikalischen Aktivitäten weit über Würzburgs Grenzen hinaus.
Die Kulturmedaille 2007 der Stadt Würzburg erhält am 05.11.2007 im Rathaus unser Mitglied Matthias Beckert für den Ökumenischen Hochschulchor.
Wir gratulieren zu diesen hohen Auszeichnungen und wünschen weiterhin erfolgreiches Wirken.
Zum guten Schluss
In einer Zeit, die oft geprägt ist von Hektik, besteht ein wachsendes Interesse, alte Werte neu zu beleben. Jeder von uns kann im Kleinen dazu beitragen. Wir spüren das bei unseren Opernreisen, für die wir auch wieder ein umfassendes Programm zusammengestellt haben. Geschenke des Lebens sind harmonische Begegnungen und gute Gespräche mit Gleichgesinnten, dabei ein Erinnern an Worte von Wilhelm von Humboldt: "Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu geben vermag", einfach nur so wirkliche Wunder machen wenig Lärm.
Bis zu unserer nächsten Begegnung für Sie eine gute Zeit.
Für den Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken
Ihre
Margot Müller
25 Jahre Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V.
(01.07.2007)
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
wer zu Wagner geht, begibt sich in die Hände des größten Theatralikers der Musikgeschichte, und wenn er sich nicht mit sehr viel Vorsicht und Zurückhaltung wappnet, dann ist er bereits bezaubert, Opfer, ehe noch der erste Ton erklingt. Denn nicht nur das Musik-Drama des "Meisters", auch seine Konzeption der Bayreuther Festspiele ist ausgesprochen theatralisch, d.h. unfehlbar wirkend, indem sie den Gast vorbereitet, einstimmt, hebt. Schon die Wahl des Festspielortes sorgt für strenge Konzentration. Wer nach Bayreuth will, kann schwerlich ablenkende Nebenabsichten haben. Auch die mehr oder weniger weite Anreise bleibt nicht ohne Rückwirkung; wenn man sie unternimmt, mit festem, spirituellem Ziel, dann ist man eigentlich schon nicht mehr Reisender, sondern Pilger. Und das ist ein bedeutsamer Gegensatz zum gewohnten en passant des großstädtischen Theaterbesuchs, wo ein zwanzig Minuten vor Beginn improvisierter Entschluss und ein hastig gewechselter Schlips für einen Platz im Parkett, aber kaum für die rechte Stimmung genügen. Nein, das Wallfahrt-Pneuma Bayreuths schließt solche profanen Erwägungen und Methoden völlig aus. ("Leben mit Wagner" von Joachim Kaiser).
Der Vorhang hebt sich am 25.07.2007 für die Premiere der "Meistersinger" in der Inszenierung durch Katharina Wagner, Mitglied unseres Verbandes. Mit ihrem Regiedebüt des "Holländer" am Mainfranken Theater Würzburg 2002 kam sie zurück an die Wurzeln ihres Urgroßvaters, der im Jahr 1833/34 hier seine theatralische Sendung begann, so wie es Dr. Oswald Georg Bauer in seinem Buch "Richard Wagner in Würzburg" formulierte.
In einem Vorwort zu diesem Buch schreibt Wolfgang Wagner: "In Würzburg wurden die Weichen gestellt. In geradezu exemplarischer Weise lässt sich an diesem Theater einer mittleren Stadt darstellen, auf welchem Boden die Keime für seine eigenen Ideen gesprossen sind. Hier hat er erstmals die alltägliche Arbeit am Theater in der Praxis kennengelernt und war daneben als Opernkomponist tätig. Hier in Würzburg hat er damit begonnen, seine Erfahrungen und seine Einsichten zu verarbeiten. Der Weg von diesem Beginn seiner theatralischen Sendung bis zu ihrer Vollendung war weit, steinig, voller Rückschläge und Enttäuschungen, aber er ist diesen Weg gegangen, bis er sein Ziel erreicht hat."
Für Katharina Wagner toi, toi, toi! Sie weiß, dass große Erwartungen bei Presse und Publikum vorprogrammiert sind.
"Die Meistersinger von Nürnberg (so Joachim Kaiser) sind das reichste Kunstwerk über die Rolle der Kunst, welches im 19. Jahrhundert, ja vielleicht in der Musikgeschichte schlechthin, gedichtet und komponiert worden ist. Theodor W. Adorno nannte die Meistersinger das Zeugnis des Wagnerschen Bewusstseins von sich selber. Und es lässt sich respektvoll staunend erspüren, wie viel Lebens- und Kunsterfahrung Wagner in seine Meistersinger hineingeheimniste, mit denen er bei ihrer Münchner Uraufführung von 1868 den reinsten Erfolg seines Lebens erzielte, während er von der Königsloge aus zuhörte...
Seit der Uraufführung vom 21. Juni 1868 ist die Musikwelt um ein heiter-ernstes Kunstwerk obersten Ranges reicher: glücklich, es zu besitzen, bereit, es immer wieder von neuem zu interpretieren und in Frage zu stellen. Aber doch von Herzen sicher, seines Zaubers, seiner raffinierten Ambivalenz und seiner Unerschöpflichkeit."
125 Jahre Stipendienstiftung
Allen bekannt und doch immer wieder erwähnenswert ist die Tatsache, dass unser Festspielleiter Wolfgang Wagner am Wunsch seines Großvaters festhält, förderungswürdigem Nachwuchs den Besuch der Bayreuther Festspiele zum Nulltarif zu ermöglichen. Dies finanziell einzurichten, ist die Aufgabe der 145 Richard-Wagner-Verbände durch ihre Abgaben an die Stipendienstiftung.
Zum Festspielbeginn ist im Haus Wahnfried erneut eine Ausstellung unter dem Thema "Der freie Eintritt - 125 Jahre Richard-Wagner-Stipendienstiftung" zu sehen.
Die letzte Ausstellung vor 15 Jahren dokumentierte die Gründung der Stiftung durch Richard Wagner und Friedrich von Schoen im Jahr 1882 und die Entwicklung über all die Jahre bis zur Gründung der Richard-Wagner-Verbände 1909. Die jetzige Ausstellung ist in erster Linie dem Geschehen um die Stiftung in der gegenwärtigen Zeit gewidmet. Sie zeigt, dass heute die 250 Stipendiaten aus rund 40 Ländern kommen, und sie nennt die Vielzahl ehemaliger Stipendiaten, die dem Ensemble der Bayreuther Festspiele angehörten bzw. noch angehören.
Internationaler Richard-Wagner-Kongress Genf 1. Mai - 4. Mai 2008
Entdecken Sie Genf, die kleinste Großstadt der Welt! Der Präsident und das Komitee in Genf freuen sich, wenn zahlreiche Gäste kommen um das reichhaltige, kulturell außergewöhnliche Programm und die Neuinszenierung von "Lohengrin" zu erleben. Bei Interesse bitte Programm anfordern.
Unser Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken wird 25 Jahre
Am 22. Oktober 1982 im Beisein des Bundesvorstandes und unseres Festspielleiters Wolfgang Wagner fand im Hotel Leicht, Biebelried mit den 7 Gründungsmitgliedern Margot Müller, Dr. Robert Meixner , Dipl.-Ing. Herbert Hillmann , Prof. Peter Hollfelder , Dir. Heinz Breitschaft , Dr. Walter März und Günter Schwab die Gründungsversammlung des Verbandes statt. Schon nach kurzer Zeit wurden wir der mitgliederstärkste aller Verbände im internationalen Verbund - heute mit der fortlaufenden Mitgliedernummer: 3.222).
Ein besonderes Glück war der Verbandszugang Mitglieds-Nr. 272 unseres allseits geschätzten Michael Lenz. Er sorgte liebevoll für die finanzielle Grundausstattung unseres Verbandes mit einer Spende von DM 20.000,- und damit war es uns u.a. möglich, dass unsere Stipendiaten Jahr für Jahr umfangreiches Vorbereitungsmaterial erhalten für die Werke, die sie in Bayreuth erleben.
Wagner-Gala 28.09.2007 19 Uhr Mainfranken Theater Würzburg
In Zusammenarbeit mit dem Intendanten unseres Mainfranken Theaters Prof. Schneider, dem GMD Jin Wang und seinem Philharmonischen Orchester, wurde für diese Wagner-Gala ein interessantes Programm zusammengestellt, auch mit Sängern aus dem Bayreuth Ensemble wie Alfons Eberz und Ralf Lukas. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind.
Bayreuth 2007 und 2008
Allen, die den Festspielsommer erleben dürfen, wünschen wir eine schöne Festspielzeit und frohe Begegnungen am Grünen Hügel. Für 2008 bekommen Sie den Bestellschein im September direkt zugesandt. Für neue Mitglieder, die in Bayreuth noch nie bestellt haben, bitte zu diesem Zeitpunkt eine Postkarte an das Kartenbüro der Bayreuther Festspiele, Festspielhügel, 95445 Bayreuth senden, mit der Anforderung und dem Hinweis auf die Mitgliedschaft im R.-W.-Verband Würzburg-Unterfranken e.V.
Zum guten Schluss
Bayreuth ist und bleibt großes Theater, Ausnahmeerscheinung und kühner Geniestreich eines Komponisten. Diese Idee nicht nur konserviert, sondern am Leben erhalten, stetig aktualisiert und auch wirtschaftlich auf ein solides Fundament gestellt zu haben, ist und bleibt das große Verdienst von Wolfgang Wagner.
In Verbundenheit
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben Januar 2007
(09.01.2007)
Genieße,
was dir das Glück gönnt
und suche dir´s zu erhalten
Johann Wolfgang von Goethe
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
das Weihnachtsfest, die Zeit zwischen den Jahren und der Beginn von 2007 liegen hinter uns. Ich persönlich werde gerne, wie Aurelius Augustinus, des Köstlichen gedenken, was diese Ruhetage in sich schlossen. Bedanken darf ich mich für liebevolle Post mit weihnachtlichen Überraschungen und Spenden für unseren Verband. Die guten Wünsche, die herzlichst erwidert werden, sollen alle in Erfüllung gehen. Das Wichtigste ist Gesundheit dort wie hier. Dann bewältigen wir auch weiterhin alle Aufgaben in unserer sich doch so sehr wandelnden Welt, wissend, dass der wirklich reich ist, der mehr Träume in der Seele hat, als die Realität zerstören kann.
Rückblick Bayreuther Festspiele 2006
Gelesen in der Opernzeitschrift "Der neue Merker" 9/2006 von der Chefredakteurin Dr. Sieglinde Pfabigan. Sehr informativ für alle unsere Mitglieder, die den "Ring" bisher noch nicht erleben durften.
"Wie schön ist es, sich selber an Ort und Stelle informieren zu können - anstatt nachzuplappern, was die professionelle‘ Presse über eine Neuinszenierung verbreitet, über deren Nichtgelingen man sich offenbar schon vorher einig war. In Wirklichkeit war alles ganz anders...". "Wichtig ist, dass (fast) alle wesentlichen Dinge in dieser Inszenierung stimmen und eine großartige Sänger-Riege unter einem großartigen Dirigenten eine neue Bayreuth Ära eingeleitet hat, in der nur die Größten Ihres Fachs auf dem Grünen Hügel ein Zuhause finden."
Und zu "Tristan und Isolde": "Peter Schneider beglückte uns mit dem aufregendsten Wagner-Dirigat, das ich je von ihm gehört habe. Nina Stemme und Robert Dean Smith waren das schönst singende Bayreuther Liebespaar seit Nilsson und Windgassen. Und diese drei Künstler im Verein, unterstützt von den anderen ausgezeichneten Solisten, boten, zusammen mit dem fabelhaft spielenden Orchester, vokalen und instrumentalen Wagner-Belcanto, der so atemberaubend war, wie es dieses Werk immer sein sollte.
"2. Staffel" des Projektes "Ohren auf in Concert" im Jahre 2007
Wir unterstützen erneut das obige Projekt, wenn GMD Jin Wang mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg und Schülerinnen und Schülern des Matthias-Grünewald-Gymnasiums Würzburg und des Deutsch-Ordens-Gymnasiums Bad Mergentheim am 20.03.2007 im Mainfranken Theater Würzburg und am 21.03.07 in der Wandelhalle Bad Mergentheim Richard Wagners "Tannhäuser" Ouvertüre, die Rhapsody in Blue von George Gershwin und die Symphonie No. 9 aus der "Neuen Welt" von Antonín Dvorák dirigiert.
Viele Mitglieder unseres Verbandes sollten diese Konzertmöglichkeiten nutzen.
Internationaler Klavierwettbewerb - Johann Sebastian Bach - Hochschule für Musik
Wir erhielten eine zweckgebundene Sonderspende, die wir weiterleiten und die den Klavierwettbewerb in der Zeit vom 21. - 31. März 2007 mit einem Sonderpreis unterstützt.
Wagner-Gala mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg
Der GMD unseres Theaters, unser Mitglied Jin Wang plant im Rahmen seiner Symphonie-Konzerte Ende September eine Wagner-Gala, die wir von unserem Verband finanziell unterstützen.
Wir waren, was die Werke von Richard Wagner betrifft, in der Ära der Intendanten Dr. Tebbe Harms Kleen und Reinhold Röttger verwöhnt. Gerne unterstützten wir großzügig die Einspielungen von "Holländer" (2x), "Tannhäuser", "Lohengrin" und "Tristan und Isolde". Unter Prof. Schneider gab es 2005 "Die Feen". Jetzt warten viele Mitglieder sehnsüchtig, dass in der Stadt, in der 1833/34 Richard Wagner arbeitete und so wie Oswald Georg Bauer in seinem Buch "Richard Wagner in Würzburg" eingehend beschreibt, auch seine theatralische Sendung begann, endlich wieder ein Werk des Meisters auf den Spielplan kommt.
Bedauerlicherweise kam die von uns forcierte Zusammenarbeit mit dem RW-Verband Minden mit der geplanten Übernahme der "Tannhäuser"-Inszenierung in der Regie von Keith Warner nicht zustande. Die Mitglieder unseres Verbandes, die mit uns in Minden waren und diese Aufführung des Bayreuther "Lohengrin"-Regisseurs erlebten, wissen um die verschenkte Chance.
Wir arbeiten aber daran, Sie irgendwann wieder mit einer außergewöhnlichen Planung zu überraschen, so wie uns das gelungen war, als die Münchner Philharmoniker mit Christian Thielemann nach Würzburg kamen.
175 Jahre Meininger Theater - Jubiläumsspielzeit
Mit freudiger Erwartung fahren wir wieder in das Südthüringische Staatstheater, freuen uns auf "Holländer" im Februar und darauf, dass 2008 die Inszenierung von "Parsifal" geplant ist.
Zum guten Schluss
Der demographische Faktor auch in unserem Verband erinnert daran, Sie um Ihre Hilfe zu bitten, um neue Mitglieder für unseren Verband zu gewinnen. Nachwuchsförderung, Unterstützung der Stipendienstiftung und das behutsame Heranführen junger Menschen an Werk und Wirken Richard Wagners, dazu Unterstützung der Kultur, das sind unsere vorrangigen Aufgaben. Ich danke Ihnen für jede Anregung, auch für Wünsche zur Programmgestaltung, weil uns immer aus "Faust I" die Frage beschäftigt: "Wie machen wir´s, dass alles frisch und neu und mit Bedeutung euch gefällig sei?"
Wir informieren, dass unser Schatzmeister Dir. Hermann Braun nach 10 Jahren um eine Nachfolge bat. Der Vorstand wird Ihnen in der nächsten Mitgliederversammlung, lt. Beschluss in der Vorstandssitzung vom 09.11.06, Dir. Dr. Thomas Trenkle von der Castell Bank Würzburg zur Wahl vorschlagen, der diese Arbeit zum 01.01.2007 kommissarisch übernommen hat.
Uns allen ein glückliches und zufriedenes 2007 mit vielen musikalischen Erlebnissen.
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben Juli 2006
(19.07.2006)
"Einige sagen, man könne ohne Musik, ohne Theater, ohne Gedichte, ohne Literatur leben.
Aber das ist nicht so.
Ich sage immer, von einer Musikschule kommen gewöhnlich keine Kriminellen"
Yehudi Menuhin
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
die Kunst selbst ist es, mit der sich diese eigentlich sehr einfache und doch so schlüssige Aussage als richtungsweisende Wahrheit behauptet, um Phantasien freizusetzen und Menschen in ihren Bann zu ziehen.
Ihren Beiträgen und Spenden ist es zu verdanken, dass wir auch 2006 wieder 11 Stipendien vergeben durften, vorgeschlagen von der Hochschule für Musik, dem Mainfranken Theater Würzburg, der Staatsoper Hannover und dem Pfalztheater Kaiserslautern.
Das Heranführen junger Menschen an Werk und Wirken Richard Wagners ist eine ganz wesentliche und bedeutende Aufgabe aller Richard-Wagner-Verbände.
Zu unseren Stipendiaten 2006 gehört auch Andreas Bauer aus unserem Mainfranken Theater, der leider, aber verständlich, Würzburg verlässt und ab der neuen Spielzeit zum Team der "Staatsoper Unter den Linden" gehört. Wir gratulieren und wünschen toi, toi, toi. In Erinnerung bleibt sein engagierter Einsatz und seine große Textverständlichkeit, dabei denken wir gerne auch an unsere 15 Vorstellungen der "Feen", die viele Mitglieder mehrmalig besucht haben.
Internationaler Richard-Wagner-Kongress in Tallinn-Helsinki (24.-27.05.2006)
- XVI. Internationale Delegierten-Versammlung des Richard-Wagner-Verbandes International
- 87. Hauptversammlung der Richard-Wagner-Verbände e.V.
Der Kongress war, trotz der weiten Anreise, mit 425 Mitgliedern aus 18 Ländern gut besucht. Zu den Tagesordnungspunkten gehörte auch die Information, dass mit der Wahl von Dr. Michael Hohl zum neuen Bayreuther Oberbürgermeister (der bisherige Amtsinhaber Dr. Dieter Mronz kandidierte nicht mehr) auch eine Ära für die Stipendienstiftung zu Ende ging, denn der jeweils amtierende Oberbürgermeister der Festspielstadt übernimmt gleichzeitig den Vorsitz der Stipendienstiftung. Dank ging an Herrn Dr. Dieter Mronz für die vielen Jahre und das große Engagement für die Stipendienstiftung; für Herrn Dr. Hohl gab es gute Wünsche für die neue Aufgabe.
Im umfassenden Rahmenprogramm war Gelegenheit zur Teilnahme an einem interessanten Symposium, in Helsinki die "Parsifal"-Inszenierung von Harry Kupfer zu besuchen und das Wissen über Land und Leute und über estnische und finnische Mythen und Kulturen zu vertiefen.
15. Mozartfest-Wettbewerb für Gesang Sonderpreis unseres Verbandes
Es war für die neue Rektorin der Hochschule für Musik Würzburg, Frau Prof. Silke Thora-Matthies, eine große Herausforderung, aber auch eine große Freude, dass gerade im Mozart-Jubiläumsjahr 2006, (nach einer 4-jährigen Pause) wieder der Mozartfest-Gesangswettbewerb durchgeführt werden konnte, den wir von unserem Verband mit 3.500 € unterstützten.
Sängerinnen und Sänger aus ganz Europa haben sich gemessen und sich mit einem breit gefächerten Repertoire aus Lied-, Konzert- und Operngesang vorgestellt. In einer neuartigen Kooperation mit der Stadt Würzburg wurde das Abschlusskonzert des Wettbewerbs im Rahmen des Mozartfestes im Kaisersaal der Residenz ausgerichtet. Dort übergaben wir auch am 11.06.2006 unseren Sonderpreis.
Vorschau
Neben unserer Hauptaufgabe Unterstützung der Stipendienstiftung, Nachwuchs- und Kulturförderung - wollen wir das Verständnis für die Werke Richard Wagners, aber auch für andere Komponisten vertiefen und arbeiten deshalb daran, Ihnen immer ein lebendiges und interessantes Programm zu bieten. Dabei fragen wir uns immer wieder, so wie Johann Wolfgang von Goethe den Direktor im "Faust I" fragen lässt: "Wie machen wir´s, dass alles frisch und neu und mit Bedeutung euch gefällig sei?" Wir wünschen uns, dass Ihnen die beiliegende Programmvorschau Anregungen bietet.
Bayreuth 2006
Unsere fussballbegeisterten Mitglieder kennen die Aussage: "Das Wunder von Bern."
Für mich persönlich heißt es Jahr für Jahr "Das Wunder von Bayreuth."
Wenn Sie sich vorstellen, dass eine Stammbelegschaft von rund 60 Personen anwächst auf über 900 Mitwirkende, die durch dasselbe Nadelöhr der Personalerfassung und abrechnung müssen, dass bei einer "Ring"-Inszenierung vier "Ring"-Teile in einem Wurf auf die Bühne kommen, alle Probenpläne und Termine für 7 Werke nahtlos ineinander greifen, damit alle Dirigenten mit dem jeweiligen Regisseur, Bühnenbildner, Dramaturgen, technischen Personal und allem was dazu gehört ohne Zeitverlust arbeiten können.
Eine perfekte Organisation ist die Voraussetzung, dass immer am 25.07. um 16:00 Uhr pünktlich die Bayreuther Festspiele und die weltweiten Rundfunkübertragungen beginnen.
Für mich gilt Loges Wort "... nur mach vor Staunen mich stumm!"
Allseits bekannt, dass in diesem Sommer unser Ehrenmitglied Christian Thielemann den neuen "Ring" dirigiert. Ein sehr interessantes Interview brachte das Feuilleton der "Zeit" am 02.07.2006. Wir alle wünschen unserem Ehrenmitglied gute Kondition und dass sich Christian Thielemann weiterhin in Bayreuth so wohl fühlt - und uns, ob im Festspielhaus oder am Rundfunk, wünschen wir ein großes musikalisches Erlebnis.
Wie in jedem Jahr, hier noch einmal für alle besonders aber für unsere neuen Mitglieder der Hinweis auf die Bestellmodalitäten für Festspielkarten, wobei der Bestellschein im September zum Versand kommt für Mitglieder, die in Bayreuth bereits registriert sind.
Wenn das nicht der Fall ist, fordern Sie den Bestellschein im Kartenbüro der Bayreuther Festspiele, Festspielhügel, 95445 Bayreuth an, unter Hinweis der Mitgliedschaft im RW-Verband Würzburg-Unterfranken.
Mit herzlichen Grüßen, auch im Namen des Gesamtvorstandes, Ihnen eine schöne Urlaubs-, Sommer- und Festspielzeit. Nutzen Sie die Heilkraft der Musik für Leib und Seele eine gute Voraussetzung für Zufriedenheit und Dankbarkeit.
Ihre
Margot Müller
Rundschreiben April 2006
(01.04.2006)
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
wenn Menschen aus aller Welt einem Pilgerzug gleich dem Hügel entgegenströmen, dann ist Festspielzeit. Auch 2006 haben die Worte unseres Festspielleiters anlässlich des 100. Jahrestages der Bayreuther Festspiele 1976 noch immer Gültigkeit.
Wolfgang Wagner, so schrieb 2004 der Kritiker Bernd Mayer: "Einzigartig steht er da in der Opernwelt der Theaterpatriarch." Er saß schon 1924 bei den ersten Nachkriegsfestspielen mit Großmutter Cosima in der Familienloge. Er kannte Pultgötter wie Arturo Toscanini, Richard Strauss oder Wilhelm Furtwängler aus nächster Nähe - und er ist mit 87 Jahren ein lebendes Denkmal der Festspielgeschichte!
55 Jahre währt nun schon der Festspiel-Marathon des Wagnerenkels, der den Hügel so unnachahmlich prägte mit eiserner Willenskraft und fränkisch-kauzigem Charme.
Rückblick: 5. Internationaler Wettbewerb für Wagner-Stimmen 2006 in Venedig
Nach 2mal Straßburg, Saarbrücken und Bayreuth nunmehr Venedig. Für 700 Besucher wurde über 5 Tage ein interessantes Programm geboten. Führungen in den wunderschön eingerichteten Räumen der letzten Wohnung Richard Wagners im Mezzanin des Palazzo Vendramin-Calergi, im La Fenice "Die Walküre", Semifinale des Wettbewerbes mit 18 Teilnehmern im Teatro Malibran, Abendempfang mit Gästen des Casino di Venezia und als Höhepunkt und Abschluss das Finale im Teatro La Fenice. Das Haus, das nach verheerendem Brand (1836 und 1996) zum 2. Mal wieder entstanden ist, in seiner sinnbetörenden Schönheit und dem Überreichtum des Dekors, welches in jeder anderen Stadt ein Zuviel wäre. Hier ist es angemessen und beeindruckend!
Junge Künstlerinnen und Sänger aus 12 Nationen von den Richard-Wagner-Verbänden und 14 verschiedenen Städten nominiert, im Wettstreit begleitet vom Orchester des Teatro La Fenice mit Darbietungen vom "Holländer" bis "Parsifal".
Sieger und Gewinner sind sie alle, die den Weg bis hierher geschafft haben und hier stehen dürfen. Unser Glückwunsch gilt dieser begabten, zukunftsfrohen Jugend!
Vorschau: Gratulation dem Klaviertrio Würzburg
Mit großer Freude gratulieren wir unseren Bayreuth Stipendiaten des Jahres 2005, den Schwestern Karla-Maria und Katharina Cording und Peer-Christoph Pulc. Sie erhielten anlässlich der Bayreuther Festspielsoiréen in der Villa Wahnfried eine Einladung zum Auftritt am 11.08.2006.
Das Team ist glücklich, dort konzertieren zu dürfen. Wir freuen uns mit, dass unserem Nachwuchs diese Ehre zuteil wird.
Auch so etwas gibt es!
Ein anonymer Brief vom 03.03.2006 traf ein - unterzeichnet: "Ihre Opernfreunde", der ohne Absender nicht beantwortet werden kann, obwohl wir gerne Stellung genommen hätten. Kritik wurde zum Ausdruck gebracht an Inszenierungen in Meiningen und Würzburg. Dabei stellen wir fest, dass in Meiningen durch den Intendantenwechsel Aufbruchstimmung zu spüren ist und die Jubiläumsspielzeit 2006/2007 anlässlich "175 Jahre Meininger Theater" ein interessantes Programm bietet, das wir auch wieder wahrnehmen.
Was das Würzburger Haus betrifft, haben wir das Schreiben an den Intendanten Herrn Prof. Schneider weitergeleitet. Bekannt ist aber, dass anonyme Briefe ihre Wirkung verfehlen. Sie sind auch nicht die feine englische Art! Zur eigenen Meinung sollte man immer stehen, denn berechtigte Kritik regt auch an und gibt Veranlassung, einzelne Punkte zu durchleuchten.
Sausendes, brausendes Rad der Zeit ...
In den kommenden Jahren wird sich unsere Lebensweise grundlegend verändern. Wir haben offenbar Kräfte entfesselt, die wir nun nicht mehr unter Kontrolle bringen. Auch die Frage: Wer ist da, wenn jeder nur noch an sich selbst denkt? Jeder hat gelernt, dass er für die Zukunft vorsorgen muss. Wir sollen sparen, Geld und Vorräte anlegen. Aber kann man eigentlich für Kinder sparen, die man nie geboren hat? Zu den knappen Rohstoffen der Zukunft wird etwas gehören, das man nicht sparen kann: Verwandte, Freunde, Beziehungen...
In seinem neuen Buch zeichnet Frank Schirrmacher auf, dass wir auf ein Minimum an sozialen Beziehungen nicht vorbereitet sind und so plötzlich vor den Urfragen einer Gesellschaft stehen.
Programmvorschau:
Gemeinsame Erlebnisse bei Opernfahrten haben ihren besonderen Reiz. Aus diesen Begegnungen entwickelten sich viele Freundschaften und Bindungen, und sogar einige Ehen. Dazu kommt, dass in unserer zunehmend alternden Gesellschaft diese Reisen ein Ruhepol und notwendige Gelegenheit für Kontakte und Gedankenaustausch sind, besonders auch für Alleinstehende. Unsere Opernreisen sind in Ihrer Vielschichtigkeit eine gute Gelegenheit, das Verständniss für das Werk Richard Wagners und andere Komponisten zu vertiefen. Für unsere Raritäten übernimmt nach wie vor liebevollerweise unser Beiratsmitglied Stud.-Dir. Helmut Müller die Einführungen.
Zum guten Schluss:
Wie schon oft zum Ausdruck gebracht: Danke für alles Wohlwollen für Ihren Richard-Wagner-Verband. Bitte denken Sie immer daran, neue Mitglieder zu werben. Werbung ist wichtig, und neue Mitglieder sind wichtig, um Ziele und Zweck aller Richard-Wagner-Verbände umzusetzen: "Notwendige und sinnvolle Nachwuchsförderung und Unterstützung der Richard Wagner Stipendienstiftung."
Max Tau, geboren 19.01.1897, der 1950 den 1. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt, schrieb: "Jede Entwicklung ist nur durch das Mitspiel anderer möglich."
Deshalb bitte ich um Ihre Unterstützung.
Endlich, nach einem viel zu langen Winter, spüren und erleben wir das Frühlingserwachen.
Ich wünsche Ihnen Zeit für die Natur und unbeschwerte Ostertage.
Ihre
Margot Müller
1. Vorsitzende
Rundschreiben Mai 2005
(11.05.2005)
Wenn wir einander mit Musik berühren,
berührt einer des anderen
Herz, Verstand und Seele,
alles auf einmal.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde im Richard-Wagner-Verband,
"mir war die Ehre widerfahren...".
Ich durfte Christian Thielemann auf der Bühne unseres Mainfranken Theaters die Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft in unserem Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken überreichen.
Der Liebe zur Musik Richard Wagners, der Loyalität zu Bayreuth und der Begegnung am Grünen Hügel war es zu verdanken, dass der Funke übersprang und ich von Christian Thielemann die Zusage erhielt, unser 3.000stes Mitglied zu werden.
Mit seiner Ehrenmitgliedschaft unterstützt Christian Thielemann nicht nur die Stipendienstiftung, die 1882 durch die "stolze Idee" von Richard Wagner ins Leben gerufen wurde, sondern auch Sinn und Zweck der 142 Richard-Wagner-Verbände und
-Gesellschaften international mit der Aufgabe, künstlerischen Nachwuchs zu fördern. Nachwuchsförderung lag auch in der Vergangenheit dem neuen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, der dort die Tradition großer Dirigenten fortsetzt, schon immer am Herzen.
Dass Christian Thielemann nach Würzburg kam, war ein besonderes Geschenk für alle Besucher des Mainfranken Theaters am 27. April. Bei diesem Festkonzert mit der Aufführung der Symphonie Nr. 5 B-Dur war die große Verehrung gegenüber dem Komponisten Anton Bruckner zu spüren.
Die Main-Post Würzburg schrieb: "Es war faszinierend, wie das Orchester in den großen Steigerungenwellen gleichsam wie ein gewaltiges Kraftwerk langsam seinen Energie-Ausstoß hochfuhr. Vor einem dieser Kulminationspunkte im Adagio genügt Thielemann ein kleiner Wink mit seinem Zeigefinger und die Trompeten überstrahlten das hingebungsvoll musizierende Orchester."
"Bruckner selbst hat seine fünfte Symphonie als kontrapunktisches Meisterstück bezeichnet. Ein Meisterstück hinsichtlich einer klarstmöglichen und zugleich hochemotionalen Interpretation des Finales mit seinen komplizierten Fugen und Doppelfugen vollbrachte der auswendig dirigierende Christian Thielemann. "Die Hölle löckt ihren Stachel, der Himmel hält seinen Choral dagegen", so ist das Szenario im Programmheft beschrieben. Am Ende siegen die himmlischen Mächte...".
Dass wir das "Weltklasse-Orchester", das Bruckner so fabelhaft interpretierte (Kitzinger Zeitung), in Würzburg hatten, war ein großes Erlebnis. Der Dank gilt unseren Besuchern, die in großer Spannung und Ergriffenheit das Werk in Ruhe ausklingen ließen, bevor dann stürmischer Applaus, Bravo-Rufe, die Begeisterung und Dankbarkeit zu spüren waren, für dieses in Würzburg einmalige und so herausragende Ereignis.
Hohe Ehrung für Festspielleiter Wolfgang Wagner
Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler hat unserem Festspielleiter Wolfgang Wagner das große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die hohe Auszeichnung wurde am 25.04.2005 in der Bayerischen Staatskanzlei in München überreicht. Geehrt wurde Herr Wagner besonders "für seine langjährigen Verdienste um das künstlerische Erbe Richard Wagners", wie es eine Pressemitteilung der Staatskanzlei vom 18.04.2005 wiedergibt.
Wolfgang Wagner wurde als "eine der herausragendsten Persönlichkeiten im Kulturleben Bayerns" durch unseren Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber bezeichnet. Es wurde ausdrücklich der "leidenschaftliche Einsatz" des Festspielleiters hervorgehoben, mit dem das Bayreuther Festspielhaus zu einem Ort wurde, "in dem das Werk Richard Wagners immer wieder neu entdeckt werden kann".
Der Bayerische Ministerpräsident, der seit vielen Jahren regelmäßiger Festspielgast in Bayreuth ist, würdigte Wolfgang Wagner, der es in "einzigartiger Weise" verstand, "dem Neuen und dem Experiment Raum zu geben und dadurch die Vielschichtigkeit und Vitalität der Musik Richard Wagners spürbar zu machen."
Wir alle gratulieren unserem Festspielleiter ganz herzlich zu dieser Ehrung und dieser hohen Auszeichnung.
Posteingang aus München am 10.05.2005
Sehr geehrte Frau Müller,
unser Konzert in Würzburg wird mir stets in Erinnerung bleiben! Sie haben mir, ebenso wie meinem gesamten Orchester einen derart herzlichen Empfang in Würzburg bereitet, wie man ihn nur selten erleben darf. Mit den feinen Tropfen werden wir gerne noch einmal auf das erfolgreiche Konzert anstoßen. Ich möchte Ihnen für die Organisation und den schönen Aufenthalt von Herzen danken! Ganz besonders danke ich dem Richard-Wagner-Verband e.V. Würzburg-Unterfranken für die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. In den Genuß dieser hohen Ehre zu kommen erfüllt mich mit großer Freude. Auch mit Stolz die Urkunde nimmt bereits einen Ehrenplatz an der Wand meines Münchner Büros ein! Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie bald einmal in München vorbeikämen, um zu sehen, ob ich auch den richtigen Platz an der Wand ausgewählt habe.
Mit nochmaligem Dank und herzlichen Grüßen
Ihr Christian Thielemann
Generalmusikdirektor
Zu guter Letzt...
Mit Freude benennen wir Ihnen die von den einzelnen Institutionen und Gesangspädagogen vorgeschlagenen Stipendiaten, die 2005 drei Aufführungen und das Rahmenprogramm in Bayreuth erleben. Wir sorgten bei Übergabe der Stipendien mit umfassendem Einführungsmaterial für möglichst gute Vorbereitung. Wir freuen uns auf die Begegnung am Grünen Hügel mit:
Kapellmeister Evan Christ Mainfranken Theater
Annelie Chasemore Mainfranken Theater
Peer-Christoph Pulc Institut für Musikwissenschaft
Karla-Maria Cording Institut für Musikwissenschaft
Katharina Cording Institut für Musikwissenschaft
Christian Lemmerich Institut für Musikwissenschaft
Zvi Emanuel Prof. Marianne Kupfer
Clemens Flick KMS Uta Priew
Larissa Neudert KMS Hanna Schwarz
Timo Bereiter Prof. Endrik Wottrich
Verena Hemmerlein Hoffnungsvolle Bühnenbildnerin
Beneidet von vielen Wagnerianern wünschen wir unseren Stipendiaten des Festspielsommers 2005 erlebnisreiche Tage und freuen uns, wenn wir in absehbarer Zeit einen Termin finden, um in einem Konzert einzelne Stipendiaten vorzustellen.
Auch im Namen des Gesamtvorstandes auf viele schöne Tage in Gesundheit und Zufriedenheit.
Ihre
Margot Müller
Grüsse zum Jahresanfang 2005
(01.01.2005)
Wievielen Leuten sie auch Weihnachtsgrüße
geschickt haben mögen die erste
Karte, die Sie bekommen, stammt
von jemandem, der vergessen wurde
Donna Leon
So auch in unserem Verband - deshalb dieser Gruß zum Schmunzeln
mit allen guten Wünschen für 2005 nun an alle Mitglieder
Es wär ein kultureller Knüller,
drum ist es schad, dass Margot Müller
die folgende Begebenheit
statt eines Tags in Wirklichkeit
nur eines Nachts im Traum passierte:
Ein unverhoffter Herr spazierte
mit forschem Schritt geradeaus
in ihr Büro im Autohaus,
worauf sie, als sie ihn erkannte,
fast eine Ohnmacht übermannte...
Der Gast war ziemlich ungewöhnlich:
s war Richard Wagner höchstpersönlich!
Der hohe, wichtige Besuch
sah aus, als wär er einem Buch
mit stark vergilbten Abbildungen
von Musiker-Portraits entsprungen
und sprach: "Dich, teure Halle, grüß ich!"
Da war Frau Müller nicht mehr müßig,
sie bot dem zeitgereisten Mann
schnell Stuhl, Kaffee und Kekse an,
und er nahm Platz und Hut ab und
verriet ihr seinen Kommensgrund:
Dafür, dass der nach ihm benannte
und durch Frau Müller so brillante
Regie geleitete Verband
der mitgliedsstärkste sei im Land,
sogar auf der gesamten Erde
von keinem übertroffen werde,
gebühre ihr, sprach er und trank
ein Schlückchen Kaffee, größter Dank.
Die Angesprochne wurde ob
der Freude über dieses Lob
aus Wagners eignem Munde stumm
und strahlte stolz. "Die Frist ist um!"
verkündete ihr Gegenüber.
Die Sternminuten warn vorüber.
Frau Müller wollt dem großen Herrn
von Bayreuths Grünem Hügel gern
einen Renault zum Abschied schenken,
doch Wagner äußerte Bedenken,
zwar fänd er solch moderne Dinge
bewundernswert, jedoch er ginge
zu Fuß hinunter an den Main,
da er ja weder Führerschein,
noch Praxis hätt im Autofahrn
und nähme lieber einen Schwan.
Da gab sie ihm für unterwegs
als Köder einen Butterkeks.
Der Komponist verbeugte sich.
Frau Müller überzeugte sich,
dass was sie sah, kein Trugbild war
und zwickte sich beherzt ins Haar.
Sie zwickte wohl nicht grade schwach
und wurde wie auf Knopfdruck wach...
Der Opernbühnenheld war fort.
"Kein Mensch glaubt mir auch nur ein Wort
davon" bedauerte Frau Müller
und griff nach Tagebuch und Füller,
dass ihr kein Traum-Erinnrungsrestchen
erlosch, doch auf dem Nachtischkästchen
lag eine Farbphotographie.
Die zeigte Richard W. und sie.
Cornelia Boese
(Souffleuse im
MainfrankenTheater Wbg.
und 1994 Stipendiatin
unseres Verbandes)
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