Veranstaltungen

29.02.2020
Opernfahrt Frankfurt
"Tristan und Isolde" von Richard Wagner

Karten € 135,- / 114,- / 94,-
"Tristan und Isolde" von Richard Wagner
Handlung in drei Aufzügen / UA 1865
Text von Richard Wagner nach Gottfried von Straßburg.

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Inszenierung: Katharina Thoma (Leiterin der Opernschule Würzburg)
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Irina Bartels
Licht: Olaf Winter
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Mareike Wink

Tristan: Vincent Wolfsteiner
Isolde: Rachel Nicholls
König Marke: Andreas Bauer Kanabas / Falk Struckmann (Juni / Juli)
Brangäne: Claudia Mahnke /Tanja Ariane Baumgartner (Juni / Juli)
Kurwenal: Christoph Pohl /Simon Bailey (Juni / Juli)
Melot: Iain Macneil
Ein Hirte: Michael Petruccelli°
Ein Steuermann: Liviu Holender
Stimme Eines Jungen Seemanns: Michael Porter

Schicksalhaft miteinander verbunden, finden sie im Leben dennoch nicht zusammen.

Ihre erste Begegnung liegt Jahre zurück. Damals war der im Kampf schwer verletzte Tristan von Isolde gesund gepflegt worden. Und das, obwohl sie ihn als Mörder ihres Verlobten Morold und als Feind ihres eigenen Landes erkannt hatte. Jetzt soll die irische Prinzessin zum Friedensschluss König Marke von Cornwall, Tristans Onkel, heiraten ...

Was ist das für eine Beziehung, die in der Realität kein Fundament findet? Worin gründet die Verweigerung einer Existenz als Paar? Einzig in der unglücklichen Dreieckskonstellation oder dem moralisch-konventionellen Anspruch der Gesellschaft, des Einzelnen? Und ist die Unmöglichkeit dieser Beziehung nicht sogar die Grundvoraussetzung existenzieller Sehnsucht und Hingabe?

Für Richard Wagner bedeutete die Vertonung jenes mittelalterlichen Stoffes die Erfüllung seines selbsterklärten Bedürfnisses, sich »musikalisch auszurasen« – in »der vollsten Freiheit und gänzlichsten Rücksichtslosigkeit gegen jedes theoretische Bedenken«. Mit dem vielbesprochenen Tristan- Akkord revolutionierte er die Harmonik und legt den Grundstein für die Musik der Moderne: Die Spannung der Dissonanz wird nicht mehr, wie von den Regeln der Harmonielehre gefordert, in einer Konsonanz aufgelöst, sondern bleibt bestehen – als eine Frage ohne Antwort inmitten eines Gefühlslebens, das Wagner »zwischen äußerstem Wonneverlangen und allerentschiedenster Todessehnsucht« ansiedelt. © Oper Frankfurt