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06.04.2016
Mainfranken Theater Wagner Gala
Wagner-Gala in Würzburg
„Klaus-Florian Vogt und die Ahnung der jenseitigen Welt“

So titelte die Main-Post am 8.4.2016 über die Wagner-Gala des Mainfranken Theaters im Würzburger Congress Centrum, die vom RWV Würzburg-Unterfranken mit €  25.000,- (plus Nebenkosten, Präsente für die Protagonisten und die Orchestermusiker, die je einen Bocksbeutel bekamen) unterstützt wurde und dem auch Eva Wagner-Pasquier, die Urenkelin von Richard Wagner und Tochter von Wolfgang Wagner als Betreuerin der Richard-Wagner-Verbände und als Mitglied des Stiftungsrates der Margot Müller Herbert Hillmann-Stiftung beiwohnte.


Die Main-Post schreibt: „Wenn hochkarätige Gesangssolisten – darunter der international gefeierte Tenor Klaus-Florian Vogt mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg auftreten, nennt man das eine Gala. Rund 850 Opernfreunde zeigten sich begeistert. Der eine oder andere Wagnerianer schloss genießerisch die Augen und konnte sich für einen Moment im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel zu Bayreuth wähnen.

Der gebürtige Österreicher Günther Groissböck sang als Meister Hans Sachs mit profundem Bass den Monolog „Was duftet doch der Flieder“ aus „Die Meistersinger von Nürnberg“, ein Loblied auf die Kunst, das nach Richard Wagner „nur der Stimme des Herzens folgt“.

Das mit über 70 Musikern, darunter 10 Cellisten, stark besetzte Orchester vermochte unter der Leitung von Enrico Calesso dem empfindungsreichen Text voll zarter Naturbilder in schwebende, fast ätherische Klänge umsetzen.

Voll berückender Poesie und makellos gespielt erklang die Ouvertüre der Wagner-Oper „Rienzi, der letzte der Tribunen“. Die Sopranistin Karen Leiber, die auch am Würzburger Mainfranken Theater in mehreren Wagner-Partien zu hören war – zuletzt als Elsa in „Lohengrin“-, sang mit einem glutvollen, gut fokussierten Sopran von reiner Liebe, die nur im Tode ihre Erfüllung finden kann.


Packendes Kammerspiel


Vorspiel und Isoldes Liebestod aus „Tristan und Isolde“ mit dem phänomenalen Tristan-Akkord und der Überschreitung aller Grenzen der sinnlichen Wahrnehmung waren die stimmungsmäßig passende Überleitung zur Gralserzählung aus „Lohengrin“ mit Klaus-Florian Vogt. Die Ahnung von einer jenseitigen, wundersamen Welt vermittelte der Tenor „reinen Herzens“ mit zartesten Melodielinien, die das Orchester mit sensiblen Klangschattierungen begleitete.

Als packendes Kammerspiel und Mikro-Oper über sich erst in höchster Ekstase erkennende Zwillingsgeschwister fesselte abschließend der erste Aufzug aus „Die Walküre“ mit Vogt als Siegmund, Leiber als Sieglinde und Groissböck als Hunding.